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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Schock sitzt bei Feuerwehr nach Unfall tief

30.07.2019

Neerstedt Der Eintrag spricht Bände. „Der Schock bei allen Beteiligten sitzt tief.“ So steht es seit Montag auf der Facebookseite der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Dötlingen. Dass bei einem Einsatz ein Feuerwehrfahrzeug in Brand geraten ist und neun Kameraden fluchtartig den Wagen verlassen: Das hat es noch nicht gegeben. Beim Flächenbrand auf einem Getreidefeld am Sonntagmittag in Neerstedt ist genau das passiert. Der genaue Unfallhergang ist weiterhin unklar. „Verschiedenste Faktoren könnten eine Rolle gespielt haben“, heißt es. Experten würden nun die konkreten Umstände ermitteln müssen.

Der „Schock“: Er war am Sonntagabend im Neerstedter Feuerwehrhaus deutlich zu spüren. Wenige Stunden nach dem Einsatz auf dem Stoppelfeld, wo rund fünf Hektar in der Nähe der Dorfstraße in Neerstedt brannten, waren alle Beteiligten noch sichtlich erschöpft und auch erleichtert, dass es „nur“ bei leichten Verletzungen von zwei Kameraden geblieben war.

Gemeindefeuerwehrpressewart Jannis Wilgen, selber am Einsatz nicht beteiligt, stellte den Ablauf schriftlich dar. Das zuerst eintreffende Tanklöschfahrzeug der Ortswehr Neerstedt hatte umgehend einen Löschangriff im sogenannten Pump & Roll-Betrieb (Wasserabgabe während der Fahrt) eingeleitet, um die Ausbreitung des Flächenbrandes zu stoppen. Ebenso setzte die Brettorfer Ortswehr dieses Verfahren zur Brandbekämpfung ein. So wollte es auch die Besatzung des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges (HLF 20) der Neerstedter Wehr machen, „als das Fahrzeug aus bislang ungeklärter Ursache in Brand geriet“. Dass der Wagen stand, bestätigte Einsatzleiter Malte Grotelüschen. Warum, blieb offen. Die Flammen beschädigten den Frontbereich, insbesondere die Fahrerkabine. Die Dötlinger Ortswehr löschte den Brand in kürzester Zeit.

Direkt am Einsatzort hatte es geheißen, das HLF 20 hatte sich festgefahren und wurde dann von Flammen überrascht, da sich der Wind gedreht hatte. Dafür gab es am Sonntagabend keine offizielle Bestätigung. Vielmehr wurde auf kommende Untersuchungen verwiesen. Bei dem großflächigen Einsatz hätten nicht einmal alle Feuerwehrkameraden direkt mitbekommen, was beim HLF 20 passiert war, so Grotelüschen.

Zwei Feuerwehrleute wurden verletzt. Sie erlitten leichte Verbrennungen und wurden von den Besatzungen zweier Rettungswagen versorgt. Einer von ihnen wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, konnte aber rasch wieder entlassen werden.

Zusätzlich wurden die Ortswehren Kirchhatten und Sandhatten sowie die Schnelleinsatzgruppen der Johanniter Ahlhorn und der Malteser Wildeshausen zur Versorgung der Einsatzkräfte mit Getränken angefordert. Bei der Eindämmung des Feuers, das letztlich eine Fläche von rund fünf Hektar erfasste, unterstützten Landwirte mit ihren Schleppern.

Um 15.30 Uhr war das Feuer inklusive Nachlöscharbeiten gelöscht. Doch dieser Brand wird die Wehren noch länger beschäftigen, wie am Sonntag mehrfach zu hören war. Das HLF 20, im Februar 2018 für rund 370.000 Euro in Dienst gestellt, ist nach dem Brand bis auf Weiteres nicht mehr einsatzbereit. Es wurde abgeschleppt, steht in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Ganderkesee und wird jetzt von Gutachtern untersucht. Sie müssen entscheiden, wie das Fahrzeug repariert wird. Die Kosten werden ein Fall für die Versicherung, den Kommunalen Schadensausgleich (KSA). Das Fahrgestell kommt von MAN, der Aufbau von Rosenbauer. Die gesamte feuerwehrtechnische Beladung blieb unbeschadet.

Der Ausfall des Fahrzeugs werde die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr in keiner Weise beinträchtigen, betonten Bürgermeister Ralf Spille und Malte Grotelüschen. Ausgerechnet bei dem Einsatz am Sonntag ist übrigens das neue Brettorfer Löschgruppenfahrzeug zum ersten Einsatz gekommen. Er war am Freitag in Brettorf eingetroffen.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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