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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Nur Hund „Leo“ ist noch etwas verwirrt

20.06.2007

HUDE /MAIBUSCH Den 40. Geburtstag seines Schwagers wird Uwe Sudbrink nicht mehr vergessen. Mit seinen Eltern, seiner Frau und den beiden Töchtern hatte er sich am Abend des 9. Juni zur Feier nach Dingstede aufgemacht. Das Geburtstagsfest wurde jäh unterbrochen durch einen Anruf, der Schlimmstes befürchten ließ: „Es brennt bei Euch“, hieß es. Ein Blitzeinschlag hatte kurz vor 21 Uhr auf dem Hof Sudbrink an der Maibuscher Straße ein Stallgebäude in Brand gesetzt. Als Uwe Sudbrink eine halbe Stunde nach dem Anruf auf die Hofeinfahrt einbog, brannte der Stall bereits lichterloh.

Dass dennoch nur Sachschaden entstanden ist, hat der Landwirt seinen Nachbarn und der Feuerwehr zu verdanken. Anwohner waren sofort zur Stelle, um junge Kälber und Hofhund „Leo“ aus dem Stall zu befreien. Den Atemschutzträgern der Feuerwehr gelang es, vier Kälber, die in Einzelboxen untergebracht waren, zu retten. Somit blieben alle 25 Tiere unversehrt. Insgesamt waren 125 Helfer der Feuerwehren aus Hude, Wüsting, Altmoorhausen, Ganderkesee, Köterende und Neuenkoop auf dem Hof, der kurz vor der Kreisgrenze zur Wesermarsch liegt, im Einsatz. „Wir möchten uns bei allen Nachbarn aus dem Dorf, allen Freiwilligen, bei der Feuerwehr und dem DRK bedanken“, sagt Uwe Sudbrink, „wir haben eine große Hilfsbereitschaft erlebt.“

Der 39-Jährige ist froh, Glück im Unglück gehabt zu haben. Besonders erleichtert ist er, dass die direkt an das Stallgebäude grenzende Einliegerwohnung weitgehend verschont geblieben ist: Die Brandschutzmauer hat die Flammen abgehalten. Das Paar, das die Wohnung gemietet hat, ist frisch vermählt. Erst am Freitag vor dem Brand fand die Hochzeit statt. Eine Leine mit Babysachen, die über die Hofeinfahrt gespannt ist, kündet vom jungen Glück – so eng liegen Freud’ und Leid zusammen.

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Nach wie vor wundert sich Uwe Sudbrink, dass der Blitz überhaupt in das Stallgebäude einschlagen konnte. „Wir hatten einen Blitzableiter installiert, außerdem stehen vier große Eichen direkt daneben“, schüttelt er den Kopf.

Am liebsten würde er die Brandruine sofort abreißen lassen und einen neuen Stall bauen – doch noch ist das Gutachten der Brandkasse nicht abgeschlossen – „so lange müssen wir warten.“ Den Sachschaden hatten Polizei und Feuerwehr auf 200 000 Euro beziffert.

Auf dem Hof hat sich das Leben seit dem Brand allmählich wieder normalisiert, obgleich „viele Probleme zu bewältigen waren, an die man im ersten Moment gar nicht gedacht hatte“, sagt Sudbrink. So lag das erste Augenmerk darauf, die Stromversorgung wieder herzustellen, damit die Kühe – insgesamt hat der Hof 300 Stück Rindvieh – gemolken und die Milch gekühlt werden kann. „Dass der Elektriker uns sonntags geholfen hat, ist auch nicht selbstverständlich“, lobt Uwe Sudbrink. Jetzt lässt nur noch der Festnetz-Telefonanschluss auf sich warten.

Die 25 Kälber haben eine neue Bleibe in der Maschinenhalle gefunden – „denen merkt man nichts an“, sagt der Landwirt. Einzig „Leo“ ist ein bisschen durch den Wind: Der Hund, der es gewohnt war, auf Stroh im abgebrannten Stall zu nächtigen, kann sich mit seinem neuen Schlafplatz noch nicht richtig anfreunden.

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