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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Reuiger Unfallfahrer erhält Geldstrafe

17.04.2019

Ostrittrum Es war ein tragischer Unfall, der sich am 16. Juni 2018 in Ostrittrum ereignete. Darüber sind sich Richterin und Anwälte im Wildeshauser Amtsgericht einig gewesen. Am Dienstag startete der Prozess gegen einen 68-jährigen Großenkneter wegen fahrlässiger Tötung. Er war im Juni vergangenen Jahres in seinem Pkw mit einem 54-jährigen Motorradfahrer aus der Gemeinde Hatten zusammengestoßen. Der Motorradfahrer erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen.

Der Angeklagte wollte mit seinem Auto vom Bootsanleger über die Hunte-Brücke, auch „Petersbrücke“ genannt, nach links auf die Huntloser Straße (K 236) abbiegen. Dort prallte er mit dem Motorradfahrer zusammen.

Der Unfallfahrer äußerte sich vor Gericht zum Vorfall: Demnach seien noch mehrere Personen aufgrund einer Veranstaltung zu dem Zeitpunkt an dem Bootsanleger gewesen. Er habe in der Nähe der Brücke in Fahrtrichtung geparkt. Bevor er eingestiegen sei, habe er noch auf die Huntloser Straße geschaut. „Es war alles frei. Dann setzte ich mich in mein Auto und fuhr langsam in die Straße rein.“ Er habe noch gehört, wie Teilnehmer des Treffens ihn warnen wollten – doch da sei es schon zu spät gewesen.

Der Angeklagte gab zu, dass die Straße vom Auto aus aufgrund des Brückengeländes nicht einsehbar war.

Sein Verteidiger machte darauf aufmerksam, dass zu dem Zeitpunkt an der Unfallstelle Tempo 100 erlaubt war – erst danach wurde die Höchstgeschwindigkeit auf 70 Stundenkilometer heruntergesetzt sowie ein Spiegel platziert, um die Straße besser einsehen zu können. „Da kann man nur den Kopf schütteln“, so der Anwalt.

Dass es dem Angeklagten nicht leicht fällt, über den Vorfall zu sprechen, wurde deutlich, als die Richterin fragte, wie er den Unfall verarbeitet habe: „Der Alltag geht an und für sich“, antwortete er nach einer kurzen Pause. Aber wenn er von ähnlichen Unfällen höre, „geht das ziemlich tief“. Er befinde sich in psychologischer Behandlung, habe zudem mit der Familie des Opfers gesprochen.

Richterin und Anwälte waren sich einig, dass der Unfall hätte vermieden werden können, habe sich der Angeklagte doch in die Straße einweisen lassen können. Dennoch rechneten sie ihm an, dass er Reue zeigte und der Vorfall ihn wohl ein Leben lang begleiten werde. Der Rechtsanwalt der Nebenklägerin, die selbst nicht anwesend war, sowie Verteidiger folgten dem Vorschlag der Staatsanwältin; 70 Tagessätze à 40 Euro. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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