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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Schlag ins Gesicht der Ehrenamtlichen

11.01.2016

Wardenburg Seit 20 Jahren sammeln der Bürgerverein Wardenburg und die Jugendfeuerwehr Wardenburg immer am Jahresbeginn ausgediente Tannenbäume ein. Doch höchstwahrscheinlich ist dieses von den Ehrenamtlichen gemacht Angebot in diesem Jahr zum letzten Mal gemacht worden. Der Grund: Die Aktion wurde von Unbekannten mutwillig geschädigt.

Eigentlich fing alles positiv an. Viele Bürger kamen samstags zu den bekannten Sammelstellen, um ihre alten Weihnachtsbäume abzugeben. So zum Beispiel die Familie Tausendpfund, die mit Pkw und Anhänger zum Feuerwehrhaus nach Wardenburg fuhr und dort einen mit Tannenbäumen beladenen Anhänger auslud. Großzügig steckten sie eine Geldspende in ein rotes Sparschweinchen, das auf einem Ständer montiert war. Das Geld soll wie in den Vorjahren, der Jugendfeuerwehr zugute kommen. Dafür sagt die Jugendfeuerwehr ausdrücklich Danke.

Wie viele Wardenburger halten auch die Tausendpfunds die Sammelaktion der Vereine für eine tolle Sache und unterstützten die Jugendwehr gern. Indirekt hilft das der ganzen Feuerwehr, denn ein Großteil der aktiven Feuerwehrleute kommt aus dem eigenen Nachwuchs.

Umso enttäuschter zeigten sich Bürgervereinsvorsitzender Friedrich Taubert und Gemeindejugendfeuerwehrwart Maik Buschmann von einem Fall Vandalismus. In der Nacht von Freitag auf Sonnabend wurden die leeren Sparschweinchen von Unbekannten an den Sammelstellen mutwillig zerstört. Bei den Sparweinchen handelt es sich um schön anzusehende Sammelbehälter, die ein Vater, dessen Sohn in der Jugendfeuerwehr mitmacht, in seiner Freizeit ehrenamtlich und unentgeltlich bastelt.

Bürgervereinsvorsitzender Friedrich Taubert kündigte spontan Konsequenzen nach diesem Vorfall an. Zukünftig werde es keine Sammelaktion der Jugendfeuerwehr und des Bürgervereins mehr geben, so der erboste Wardenburger. Taubert wies auf die Respektlosigkeit hin, die von dieser Tat ausgehe. „So etwas können nur Menschen machen, die Ehrenamtliche Arbeit nicht schätzen“, lautet sein Fazit. Jugendwart Maik Buschmann zeigte sich ebenfalls schwer enttäuscht. Das Ganze habe einen bitteren Beigeschmack.

Zu den Unterstützern der seit zwei Jahrzehnten laufenden Aktion zählte laut Feuerwehr auch der landwirtschaftliche Hof Barrelmann. Dessen Trecker und Anhänger wurden für die Sammelaktion jedes Jahr kostenlos zu Verfügung gestellt.

Wie jedes Jahr wird demnächst noch ein großes Grünkohlessen im Feuerwehrhaus in Wardenburg als Dankeschön an die Helfer und Helferinnen zubereitet werden. „Das alles wird es künftig nicht mehr geben“, betont der Bürgervereinsvorsitzende. Auf eine Anzeige bei der Polizei will Taubert nach eigenen Angaben verzichten.

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