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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Feuerwehr: Mit viel Geschick zum Wunschfahrzeug

14.03.2018

Sandhatten „Unser neues Feuerwehrauto war genau einen Euro günstiger als das von der Gemeinde vorgegebene Budget – nämlich 299 999 Euro“, sagt Frank Jacobs von der Freiwilligen Feuerwehr Sandhatten und freut sich. „Da sind wir richtig stolz drauf.“ Das Fahrzeug ist technisch auf dem neusten Stand und muss 20 Jahre halten. Doch bis der Wagen endlich auf dem Hof der freiwilligen Feuerwehr in Sandhatten stand, war es ein langer Weg. Am Samstag, 17. März, wird das Fahrzeug im Rahmen von Feierlichkeiten offiziell eingeweiht.

Lange Planung nötig

Zum ersten Gedankenaustausch trafen sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Sandhatten im Januar vor drei Jahren. Das neue Feuerwehrauto sollte in jedem Fall mehr Wasser transportieren können. Bisher konnten die Wagen an die 1800 Liter aufnehmen. Die Feuerwehrleute wussten aus Erfahrung: Da es auf dem Land nicht so viele Hydranten wie in der Stadt gibt, reicht diese Menge nicht aus. Vier Hersteller für Feuerwehrautos wurden bei der Freiwilligen Feuerwehr in Sandhatten vorstellig. Am Ende konnte eine Firma aus Dissen am Teutoburger Wald überzeugen.

„Die größte Beschränkung war, dass das Fahrzeug maximal – wegen der Fahrzeughalle – 3,35 Meter hoch sein und 300 000 Euro kosten durfte“, erinnert sich Ortsbrandmeister Mathias Waschka. Im Februar 2016 wird der Auftrag für ein Tanklöschfahrzeug (TLF), das für eine sechsköpfige Einsatzgruppe ausgerichtet ist, vergeben. Hier ahnt die Freiwillige Feuerwehr Sandhatten noch nicht, dass sie nur wenige Monate später vor großen Herausforderungen stehen werden.

Der Unfall einer Einsatzgruppe im Juni mit dem Löschfahrzeug der Feuerwehr Kirchhatten erschüttert die Freiwillige Feuerwehr. Außerdem wird klar, dass die Reparatur eines weiteren Wagens im Bestand, ein sogenanntes Löschgruppenfahrzeug, das eine neunköpfige Einsatzgruppe transportieren kann, zu teuer wird. Die Freiwillige Feuerwehr Sandhatten beschließt: aus der TLF-Bestellung muss ein Löschgruppenfahrzeug werden „Stellen Sie sich vor, Sie haben bei einem Autohändler einen Wagen bestellt und bezahlt. Dann brauchen Sie aber Verbesserungen, die aber nichts extra kosten dürfen“, erklärt Waschka die komplizierte Lage der Feuerwehr.

Verhandlungsgeschick

Doch was war nun zu tun? Schließlich sollte das Auslieferdatum sich nicht verschieben. Eine Delegation der Feuerwehr Sandhatten reist schließlich für zwei Tage nach Dissen um mit dem Hersteller zu verhandeln. „Am zweiten Tag haben wir uns ,eingeschlossen’ und nach der sechsten Berechnung stand endlich der Plan“, erinnert sich Waschka. Am Ende sei den Feuerwehrleuten ein großer Stein vom Herzen gefallen. Man sei dem Hersteller für die Kompromissbereitschaft dankbar. Da das Budget eingehalten wurde, blieb dem Vorhaben ein erneuter Weg durch den Sozialausschuss und die Verwaltung erspart. Das Löschfahrzeug, das für einen neunköpfigen Trupp ausgerichtet ist, verzichtet auf Schnickschnack wie elek­trisch ausfahrbare Stufen, kann dafür aber bis zu 4000 Liter Wasser transportieren.

Nach vier Monaten Lieferzeit für das Fahrzeuggestell und 14 Monaten Bauzeit beim Hersteller in Dissen, schaffen es die Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Sandhatten tatsächlich das neue Fahrzeug am 24. Oktober 2017 auf den Hof zu fahren.

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Tatiana Gropius Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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