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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Lagerhalle von Reifen- und Autozentrum abgebrannt

13.11.2019

Sandkrug Großeinsatz der Feuerwehr im Sandkruger Gewerbegebiet nahe der A 29 am Dienstagabend: Ein 50 mal 20 Meter großer Abschnitt einer Lagerhalle auf dem Gelände des Reifen & Autozentrum Frerichs war gegen 18 Uhr in Brand geraten.

Die Lagerhalle war Teil eines aus mehreren Hallen bestehenden Komplexes. Der Brand griff auf eine zweite Halle über. Bis in die späte Nacht war die Feuerwehr mit den Löscharbeiten beschäftigt. Die Halle ist einsturzgefährdet, die Schadenshöhe liegt nach ersten Schätzungen bei rund einer halben Million Euro.

Um ein hinter der Lagerhalle gelegenes Wohngebäude zu schützen, richtete die Feuerwehr Sandkrug beim Eintreffen sofort eine Riegelstellung ein. In der bereits zum Großteil in Vollbrand stehenden Halle befanden sich mehrere Fahrzeuge sowie eine Werkstatt und ein Reifenlager.

Umliegende Wohn- und Firmengebäude waren zwischenzeitig wegen der starken Rauchentwicklung evakuiert worden. Für Fahrer auf der Autobahn 29 kam es nach Polizeiangaben kurzzeitig zu geringen Sichteinschränkungen. Eine Brandortbegehung durch die zuständigen Brandermittler führte zu dem Ergebnis, dass ein technischer Defekt ursächlich für die Brandentstehung war. Das gab die Polizei am Donnerstag, 14. November, bekannt. Eine Brandstiftung wird somit ausgeschlossen.

Unter der starken Hitze begannen sich die Stahlträger der Halle zu verformen, das Dach aus Pressplatten drohte einzustürzen. Das waren aber nicht die einzigen Gründe, warum die Feuerwehr auch nach zwei Stunden noch zögerte, in das Gebäude unter Atemschutz einzudringen: Nach einem ersten Telefonat mit dem Mieter der in mehrere Segmente aufgeteilten Halle war klar, dass dort unter anderem Phosphor- und Milchsäure gelagert werden. Von Futtermitteln und ätherischen Ölen war außerdem die Rede.

Da zu jenem Zeitpunkt nicht klar war, was dort genau ausläuft, wurde umgehend der Leiter des Gefahrgutzuges sowie der Einsatzleitwagen 2 des Landkreises Oldenburg nachgefordert. Aufgrund eines naheliegenden Wasserauffangbeckens wurde auch der OOWV hinzugezogen. Nach dessen Eintreffen wurden Proben entnommen und auf Gefahrstoffe überprüft. Kurz darauf gab es Entwarnung, so dass die Löscharbeiten fortgesetzt werden konnten.

Gemeindepressewart Tom Kramer bestätigte auf Nachfrage, dass beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte auch kleinere Detonationen im Innern der Halle zu hören gewesen waren. „Wir wissen nicht, was die Ursache dafür ist“, räumte er ein. Da waren etwa anderthalb Stunden seit dem Alarm vergangen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Feuerwehr die Lage unter Kontrolle.

Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in den späten Abend hinein. Unterstützt wurde die Feuerwehr durch die Drohnengruppe der Malteser aus Ganderkesee. Mit ihrer Hilfe gelang es, Bilder von dem Dach des Gebäudes und dem Inneren zu bekommen. Mit einer integrierten Wärmebildkamera konnten Glutnester lokalisiert werden. Um ganz sicherzugehen, dass keine Gefahrstoffe austreten, wurde die Halle großflächig mit einem Schaumteppich eingedeckt.

Einsatzleiter war Sandkrugs stellvertretender Ortsbrandmeister Maik Schütte. Er gab das Einsatzende gegen 23.30 Uhr bekannt.

Neben den Sandkrugern waren die Wehren aus Sandhatten, Kirchhatten, Wardenburg sowie die Berufsfeuerwehr Oldenburg ausgerückt – insgesamt 160 Einsatzkräfte, außerdem Polizei und Rettungskräfte der Malteser. Verletzte hat es nach derzeitigem Stand nicht gegeben.

Die Polizei hat den Brandort beschlagnahmt.

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