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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Kein Vollgas beim Thema Kreisverkehr

04.11.2017

Sandkrug /Kirchhatten Ob an der Kreuzung Mühlenweg/Dorfstraße/Borchersweg ein Kreisverkehr nötig ist, soll nun auch im Rahmen der „Werkstatt 2030“ besprochen werden. Am Donnerstagabend stellte die Gemeindeverwaltung im Bau- und Planungsausschuss die Kosten für die Schaffung eines Kreisels vor. Diese würden sich auf rund 600 000 Euro belaufen, erklärte Bürgermeister Christian Pundt. Der Landkreis würde sich mit der Hälfte, also zwei Ästen des Kreisels, an dem Kreisverkehr beteiligen, wenn der Kreisrat zustimmt.

FDP stellt Antrag

Zunächst hatte die FDP im September einen Antrag auf den Weg gebracht, in dem die Verwaltung beauftragt wurde, die Kosten für die Schaffung eines Kreisverkehrs im Bereich Mühlenweg/Dorfstraße/Borchersweg zu ermitteln sowie die entsprechenden Mittel zur Schaffung des Kreisels im Haushalt 2018 zur Verfügung zu stellen. Laut Stephan Möller (FDP) habe es dort schon schwere Unfälle gegeben. „Der Kreisverkehr ist dort mehr als sinnvoll.“

Der letzte größere Unfall habe sich am 8. Mai dieses Jahres ereignet, erklärte Gerwin Glander von der Polizeiinspektion Delmenhorst auf Nachfrage der NWZ. Dabei war ein Auto auf einen Schulbus geprallt. Im Jahr 2016 habe es an der Kreuzung keinen Unfall gegeben. Zwei Vorfahrtsverletztungen hätten sich im Jahr 2015 ereignet. Bei einem dieser Unfälle gab es eine leicht verletzte Person, bei einem weiteren wurde eine Person leicht und eine schwer verletzt, so Glander. Im Jahr 2014 habe sich zudem ein Abbiegeunfall ereignet, bei dem niemand verletzt wurde. Demnach seien mit Rückblick auf die vergangenen drei Jahren die Kriterien für einen Unfallschwerpunkt nicht erfüllt, erklärte Glander.

Abknickende Vorfahrt

Uwe Hollmann (SPD) sprach sich gegen den Antrag aus. Man müsse auch andere Verkehrsknotenpunkte betrachten und die Prioritäten ermitteln. „Im Moment sind die finanziellen Mittel stark gebunden wegen der Dorferneuerung“, sagte Hollmann im Gespräch mit der NWZ.

Zudem wurde zwischenzeitlich von einer Privatperson die Idee vorgeschlagen, eine abknickende Vorfahrt für den Mühlenweg – also die Kreisstraße – einzurichten. Hier sei laut Landkreis Oldenburg unter anderem zu beachten, dass sich durch eine solche Vorfahrtsänderung die gefahrene Geschwindigkeit im Vergleich zur heutigen Situation erhöhen könne. Eine abknickende Vorfahrt sei nicht unmöglich, aber problematisch. Aus Sicht des Landkreises empfiehlt sich die Einschaltung eines Verkehrsplaners, um die erforderlichen Grunddaten zu ermitteln. Es müsse zudem geklärt werden, ob es Handlungsbedarf gibt und wenn ja, für welche Verkehre. In dem Zusammenhang müsse man auch prüfen, ob eine Ampelanlage als Lösung infrage komme.

Zunächst ist für den 22. November eine Veranstaltung zum Thema Verkehr mit einer Stärken/Schwächen-Analyse eingeplant. Dabei werden alle Stellen mit Gefahrenpotenzial thematisiert.

Anna-Lena Sachs
Volontärin, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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