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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Straßenverkehr: Nach Unfall ist die Unsicherheit wieder da

30.08.2017

Sandkrug Bei einem Verkehrsunfall auf der Bümmersteder Straße ist am Montagnachmittag, 16.50 Uhr, ein zehnjähriges Mädchen schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei hatte sich der Verkehr dort wegen der geschlossenen Bahnschranken gestaut.

Als das Kind versucht hätte, mit einem angeleinten Hund zwischen den stehenden Autos auf die andere Straßenseite zu gelangen und auf den Fahrstreifen in Fahrtrichtung Oldenburg trat, sei es vom am Stau vorbeifahrenden Wagen eines 47-Jährigen Wardenburgers erfasst worden, so die Polizei. Der Unfall soll sich in Höhe des Feuerwehrhauses ereignet haben.

Was sagen die Bürger?

Für die Initiative „Verkehrsführung Sandkrug“ ist das ein Anlass, erneut auf die Dringlichkeit von Sicherungsmaßnahmen hinzuweisen. Einfach am Status quo festzuhalten, ohne etwas für die schwächeren Verkehrsteilnehmer zu tun, hält die Initiative, die im Juli eine Onlinepetition gestartet hat und ein nachhaltiges Gesamtkonzept für den Verkehr in Sandkrug fordert, für falsch. Der Unfall sollte dem Kreis Anlass zum Nachdenken geben. Es könne nicht sein, dass die Sicherheit der Sandkruger Bürger aus formellen Gründen aufs Spiel gesetzt werde, zumal ja der Kreis mit der Ausführung der Arbeiten im Verzug sei, warnt Maren Nieper.

Nieper, die auch CDU-Ratsfrau ist: „Wir müssen jetzt noch einmal ganz klar eine Übergangslösung zur Querung beider Straßen fordern. Es kann nicht sein, dass diese unhaltbare Situation noch so weiter bis zum Frühjahr oder länger besteht.“ Fast täglich komme es in dem Bereich zu Ausnahmesituationen. Bedarfsampeln würden als Zwischenlösung das Queren für ältere Menschen oder Kinder definitiv sicherer machen, ist sie überzeugt.

Was ist geplant?

Eigentlich sollten schon längst die Bauarbeiten an der Kreuzung angelaufen sein, viele Bäume sind bereits zu Beginn des Sommers gefällt worden. Es gibt eine rechtskräftige Planung für den Verkehrsknotenpunkt, die mehr Sicherheit durch zusätzliche Ampeln und das Anlegen von Abbiegespuren an der Bümmersteder und Astruper Straße schaffen soll. Der Umbau hat sich indes verzögert, weil das Ausschreibungsergebnis aus Sicht der Behörden unzureichend war. Die Kosten hätten sich gegenüber der ursprünglichen Kalkulation (650.000 Euro) mehr als verdoppelt. Eine erneute Ausschreibung im Oktober/November soll, so hofft der Kreis, erfolgreicher verlaufen. Von der Kostenexplosion wäre auch die Gemeinde betroffen gewesen.

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Niemand ist hier sicher

Was tut die Gemeinde?

Für die Gemeinde Hatten hatte Bürgermeister Christian Pundt Anfang August beim Landkreis auf eine Interimslösung mit Bedarfsampel (zur sicheren Querung der Astruper Straße) gedrungen. Pundt verwies nach NWZ-Informationen dabei auch auf eine Risikobewertung der Polizei und argumentierte, das Verständnis für die gesamte Baumaßnahme inklusive Verzögerung könne dadurch bei den Bürgern gesteigert werden – allerdings ohne Erfolg.

Was sagt der Kreis?

„Der Unfall ist mega bedauerlich“, so Oliver Galeotti, Sprecher der Kreisverwaltung. Er bestätigt auch, dass die Gemeinde sich für eine Interimslösung stark gemacht hat. Eine gründliche Prüfung der Straßenbehörden von Kreis und Land habe allerdings ergeben, dass das Aufstellen zusätzlicher Bedarfsampeln „absolut nicht zielführend“ sei und im Gegenteil eine Sicherheit suggeriere, die gar nicht da sei. Knackpunkt, so der Sprecher, bleibe die Querung der Astruper Straße. „Das Ergebnis der Experten lautet: Die einzige Lösung ist der komplette Umbau der Kreuzung mit Abbiegespuren und Ampeln. Das wird so schnell wie möglich geschehen.“

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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