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Laster umgekippt – Sperrung der A1 bis zum Nachmittag
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Aktualisiert vor 4 Minuten.

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Laster umgekippt – Sperrung der A1 bis zum Nachmittag

NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Wieder Ärger um gefällte Bäume an Bahnstrecke

24.08.2018

Schierbrok /Rethorn Wieder war die Säge am Werk an der Bahnlinie zwischen Oldenburg und Bremen: Zwischen Schierbrok und Rethorn sind beiderseits der Schienen im großen Umfang Bäume gefällt worden. Darauf weist die Kreistagsfraktion der Grünen hin und richtet in diesem Zusammenhang kritische Fragen an die Kreisverwaltung.

Bereits Ende März hatte es in Rethorn einen großen Kahlschlag an der Schienenstrecke gegeben. Seinerzeit waren zwischen dem Kurpark und der Bahnlinie auf rund 700 Metern Länge und 25 Metern Breite zahlreiche Bäume beseitigt worden. Darauf hatte die Bahn gedrungen, nachdem durch die Stürme im vergangenen Herbst mehrfach Bäume umgestürzt waren und den Schienenverkehr blockiert hatten. Die Gemeinde Ganderkesee als Eigentümer der Flächen hatte über den Kommunalservice Nordwest eine Fachfirma mit den Arbeiten beauftragt. Das Ausmaß und die Vorgehensweise stieß bei den Anliegern auf Unverständnis und wurde selbst vom Kommunalservice-Geschäftsführer Uwe Nordhausen als „radikal“ bezeichnet.

Auch die jetzigen Fällungen dürften mit der Sicherung des Bahnverkehrs im Zusammenhang stehen. Das möchten die Grünen aber genau wissen. Nach den Beobachtungen des Kreistagsabgeordneten Dr. Reinhold Schütte (Schierbrok) wurden im sogenannten Nutzhorner Wald zwischen dem Bahnhof Schierbrok und dem Bahnübergang am Hohenkamp in Rethorn beidseitig der Gleise auf rund 800 Metern Länge und 25 Metern Breite „alle Waldbäume abgeholzt“. Einen weiteren Kahlschlag haben die Grünen am Rittrumer Kirchweg in der Gemeinde Dötlingen festgestellt.

Die Grünen wundern sich, dass in diesen Fällen die Säge mitten im Sommer angesetzt wurde, und fragen, ob der Landkreis als untere Waldbehörde darüber informiert war. „Der Wald speichert große Mengen an Kohlenstoff und leistet damit einen großen Beitrag zum Klimaschutz. Deshalb sollte mit Abholzungen äußerst restriktiv umgegangen werden“, fordert Schütte.

Eduard Hüsers, Fraktionschef der Grünen im Kreistag, weist auf den ohnehin geringen Baumbestand in der Region hin: Die Waldfläche im Landkreis Oldenburg liege mit 19 Prozent um sechs Prozentpunkte unter dem Landesdurchschnitt. In einem Fragenkatalog an die Kreisverwaltung bitten die Grünen unter anderem um Aufklärung darüber, in welchem Umfang in den vergangenen drei Jahren Abholzungen auf Flächen unter einem Hektar vorgenommen wurden, die nicht anzeigepflichtig sind, und in welchem Umfang die Naturschutzbehörde Fällungen auf größeren Flächen zugestimmt hat.

Eine Stellungnahme des Landkreises war am Donnerstag nicht zu erhalten, da die zuständige Amtsleiterin Eva-Maria Langfermann nicht im Hause war.

Hergen Schelling
Agentur Schelling (Leitung)
Redaktion Ganderkesee
Tel:
04222 8077 2741

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