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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Schwerer Unfall diesmal nur eine Übung

11.04.2017

Dingstede Ein Traktorfahrer übersieht beim Abbiegen ein entgegenkommendes Auto und muss eine Vollbremsung ausführen. Ein hinter der Zugmaschine fahrender zweiter Wagen kann nicht mehr rechtzeitig bremsen und gerät unter die hinter dem Traktor angebaute landwirtschaftliche Maschine.

Mit drastischen Folgen: Die Insassen werden im Fahrzeug eingeklemmt. Der entgegenkommende Wagen schleudert währenddessen in ein angrenzendes Waldstück. Auch hier werden die Insassen eingeklemmt und ein auf der Rückbank sitzendes Kind beim Aufprall gegen den Baum aus dem Fahrzeug geschleudert.

Hört sich schlimm an und ist es in der Realität auch. Zum Glück handelte es sich in diesem Fall um ein Übungsszenario, das Thomas Schröder (Feuerwehr Sandhatten) für das Training ausgearbeitet hatte. Den Ernstfall übten am Wochenende die drei Ortswehren aus Sandhatten, Dingstede und Altmoorhausen sowie die Schnelle Einsatzgruppe der Malteser (SEG) aus Sandkrug in Dingstede (Rickelsweg/Nach der Höhe).

Die zuerst eingetroffene Dingsteder Wehr begann mit der Erkundung der Unfallstelle und stellte den Brandschutz sicher. Die danach eintreffende Sandhatter Wehr wurde von Einsatzleiter, Dingstedes Ortsbrandmeister Hergen Schütte, mit der Rettung der Personen aus dem unter dem landwirtschaftlichen Gefährt eingeklemmten Fahrzeug beauftragt. Die zur Unterstützung alarmierte Feuerwehr aus Altmoorhausen begann kurze Zeit später mit der Rettung der Personen aus dem anderen Wagen, so dass die Kameraden aus Dingstede die Suche des Kindes im Wald übernehmen konnten.

Mit schwerem hydraulischem Gerät und unter ständiger medizinischer Überwachung durch die SEG der Malteser mussten die Kameraden die Insassen möglichst schonend aus den Pkw befreien. Die Übung wurde von vielen Zuschauern und drei Kameraden der Ortswehren Hude und Wildeshausen beobachtet. Insgesamt waren nach Angaben von Sandhattens Ortsbrandmeister Mathias Waschka 67 Einsatzkräfte der Feuerwehren und Malteser beteiligt. Die Verletzungen der Unfallopfer sahen täuschend echt aus. Kein Wunder, waren sie doch durch die realistische Unfalldarstellung der Malteser geschminkt worden.

Nach der Übung fand im Feuerwehrhaus Sandhatten bei Getränken und Bratwurst die abschließende Manöverkritik statt. „Übungen in dieser Form mit den Feuerwehren und der SEG werden immer wichtiger, um auch im Ernstfall die Zusammenarbeit und Kommunikation unter den Feuerwehren und dem Rettungsdienst zu üben und somit eine schnelle und erfolgreiche Rettung der Verunfallten zu gewährleisten“, betont Tim Kunze von der Sandhatter Wehr in seinem Abschlussbericht.

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