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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Start mit Hindernissen im Jahr 1934

29.07.2009

CHronik-Kalender

Die Ortsbrandmeister der Brettorfer Wehr: Friedrich Hollmann (1934-36); Gustav von Otte (1937-1945); Friedrich Schwarting (1945-1956); Erich Einemann (1956-1973); Helmut Thöle (1973-1998); Heiko Wilkens (1998-2004); Jürgen Schnier (seit 2004).

Einen Kalender bietet die Wehr am Sonntag, 2. August, 10 bis 18 Uhr, beim Jubiläumsfest an. Er reicht von August 2009 bis Dezember 2010 und besteht aus historischen Aufnahmen mit kurzen Erläuterungen (Preis 12 Euro).

47 aktive Mitglieder, darunter eine Frau, hat die Brettorfer Wehr derzeit. Dazu kommen zwei Gastfeuerwehrkameraden, 16 Mitglieder in der Altersabteilung und 15 Mitglieder der Feuerwehrkapelle. Aus Brettorf sind drei Jugendliche in der Jugendfeuerwehr.

Brettorf ist die „jüngste“ Wehr der Gemeinde. Sie feiert am Sonntag das 75-jährige Jubiläum.

Brettorf/usu Die Neerstedter hatten ihre Freiwillige Feuerwehr bereits 1909 gegründet, die Dötlinger taten es ihnen 1931 gleich. Im Jahr 1934 schlug im dritten großen Dorf der Gemeinde Dötlingen, Brettorf, die Geburtsstunde einer Freiwilligen Feuerwehr. Dabei war der Start nicht einfach, wie die Chronisten der Wehr berichten. Ausgerechnet beim Gründungstreffen im Dorfkrug bei Schürmann brach nämlich ein Feuer im Ort aus und alle Versammlungsteilnehmer mussten zur Hilfeleistung eilen. Im zweiten Anlauf klappte es dann aber: Die „Freiwillige Feuerwehr Brettorf“ wurde aus der Taufe gehoben.

Inzwischen besteht sie 75 Jahre, und dieses Jubiläum wird am Sonntag, 2. August, 10 bis 18 Uhr, zusammen mit dem 50-jährigen Bestehen der Feuerwehrkapelle beim örtlichen Feuerwehrhaus groß gefeiert.

Zum ersten „Wehrführer“ wählten die Kameraden 1934 Friedrich Hollmann. Das Spritzenhaus stand im Dorfkern („Im Großen Ort; bei Baugeschäft Menkens). Zur Wasserförderung benutzte man eine Handspritze, die mit sechs Personen bedient wurde.

Schnell erhielt die Feuerwehr ihren festen Platz im dörflichen Leben. Die regelmäßigen Übungsstunden waren seinerzeit vom militärischen Drill geprägt. Schwierigkeiten bereiteten damals Anschaffungen, die die Gemeinde finanzieren sollte. Als die Brettorfer Uniformen beantragten, erhielten sie nur die Jacken. 1939 bekam die Wehr ein Löschfahrzeug. Viele Kameraden mussten an die Front, und alle daheimgebliebenen männlichen Bürger wurden für den Feuerwehrdienst verpflichtet. Oft wurden mit benachbarten Wehren Einsätze in den umliegenden Großstädten gefahren.

Als der Krieg vorbei war, stand man vor einem Trümmerhaufen. Es gab kein Fahrzeug mehr, und viele Kameraden mussten die Wehr verlassen, weil sie der NSDAP angehört hatten.

So übernahm Friedrich Schwarting die Führung der Wehr. Ein Fahrzeug wurde angeschafft, ein Mercedes Diesel, dunkelgrün. Als Gerätehaus diente eine Garage von Werner Abel bei der Mühle in Brettorf.

1959 ging in die Geschichte der Wehr ein. Bedingt durch große Trockenheit gab es viele Feuer, die Wehr musste viele Einsätze fahren. Der Kreisfeuerwehrtag fand in Brettorf statt, und nach monatelanger Trockenheit bereitete ausgerechnet an diesem Tag ein großes Unwetter während der Nachmittagsstunden der Feier ein vorzeitiges Ende. Im selben Jahr wurde auf Anregung des Kameraden und späteren Vorsitzenden des Musikzuges, Josef Stumper, die Feuerwehrkapelle Brettorf gegründet.

Am 6. Oktober 1966 wurde das neu erbaute Feuerwehrhaus bei der Schmiede Nordbrock der Wehr übergeben. Nur zehn Jahre später wechselte die Wehr in das heutige Domizil, die ehemalige Schule am Bareler Weg.

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