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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Suche nach Verstärkung stößt auf viele offene Ohren

13.08.2014

Bergedorf Von einem solchen Echo hätte Jens Schröder kaum zu träumen gewagt. Im April 2014 war es, als „seine“ Freiwillige Feuerwehr Bergedorf eine Verstärkung für den Bereich Atemschutz suchte. Also wurden Handzettel verteilt, auch einige Einwohner persönlich angesprochen. Die Resonanz war enorm – und zeigte wohl ein Stück weit auch die Verbundenheit vieler Bergedorfer mit ihrem Dorf: „Zehn Neuaufnahmen“ habe es bislang gegeben, drei weitere würden noch erwartet.

89 Mitglieder

Aktuell hat die Einsatzabteilung der Ortswehr damit 63 Mitglieder, darunter elf Frauen. Die Schlagkraft bei Einsätzen sei recht gut, berichtet Jens Schröder als Ortsbrandmeister zufrieden. Zu den Aktiven kommen noch 26 Mitglieder in der Altersabteilung.

Dass sich die Wehr als Teil der Dorfgemeinschaft versteht, ist in Bergedorf auch für Außenstehende schnell klar. Als zweitgrößte Institution ist sie bei vielen Veranstaltungen mit von der Partie. Und einmal im Jahr spielt sie den Gastgeber fürs ganze Dorf. Beispiel Oktober 2013: Ganz nach bayerischem Vorbild wurden im Feuerwehrhaus Schweinshaxe und Sauerkraut aufgetischt, Bergedorf feierte  Oktoberfest.

Im Vergleich mit den anderen fünf Ortswehren der Gemeinde ist die in Bergedorf jung. Ihre Geburtsstunde schlug am 1. Oktober 1942 – also mitten im Zweiten Weltkrieg, als viele Männer im Kriegseinsatz waren und der Brandschutz den Aufbau weiterer Ortswehren erforderte. 16 Freiwillige gelten als Gründer: Bernhard Schütte, Georg von Seggern, Hermann Auffarth, Hermann Kruse, Heinrich Spille, Johann Bureck, Hermann Blankemeyer, Hinrich Timmermann, Fritz Siemer, Arend Stubbemann, Heinrich Haase, Dietrich Kreye, Heinrich Siemer, Wilhelm Stöver, Fr. Sandersfeld und Heinrich Wichmann.

„Die Brandbekämpfung erfolgte teilweise noch durch Eimerketten sowie Handhebelspritze“, wie Hermann Mester 1988 in seiner Bergedorfer Chronik schrieb. Die ersten Herausforderungen ließen nicht lange auf sich warten: Am 5. Juni 1943 brannte eine Scheune von Hermann Vosteen, am 2. August schlug der Blitz in das Anwesen von Adolf Schütte (Ohe) ein.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Ortswehr am 20. Juni 1945 neu gegründet. Mester schrieb: „Anfangs stand ein Anhänger für Treckerzug zum Transport der Mannschaft sowie Motorpumpe und weiteren Geräten zur Verfügung.“ 1947 erhielt die Wehr einen ersten Feuerwehrwagen – „Phänomen“, so hieß das gute Stück.

„Dekon“ übernommen

Heute verfügt die Wehr über ein Löschgruppenfahrzeug (LF 8) und ein Tanklöschfahrzeug (TLF 16/24). Das jetzige Feuerwehrhaus wurde am 23. Juni 1973 eingeweiht – und 2007 durch einen Anbau erweitert. 2010, so sagt Jens Schröder, habe die Ortswehr bei Gefahrguteinsätzen des Landkreises den Bereich Dekontamination übernommen.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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