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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Tierischer Einsatz mit Ekelfaktor

15.11.2016

Neerstedt Diesen Tag werden die 22 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Neerstedt so schnell nicht vergessen: Fast fünfeinhalb Stunden sind sie am Sonntag ab 16.38 Uhr bei einer Großtierrettung auf einem landwirtschaftlichen Betrieb an der Neerstedter Straße in Neerstedt mit vier Fahrzeugen bei eisigen Temperaturen im Einsatz gewesen. Sie retteten zwei Rinder, die durch eine Öffnung im Außenbereich eines Stalls in den darunterliegenden Güllekeller eingebrochen waren. Gemeindefeuerwehrpressewart Jannis Wilgen sprach von einem „tierischen Einsatz mit Ekelfaktor“.

Um einen Zugang zu den Tieren zu schaffen, wurde zunächst nahe der Einbruchstelle mithilfe eines Teleskopladers der Spaltenboden angehoben und entfernt. Parallel dazu pumpte der Landwirt einen Teil der Fäkalien aus der Grube in ein Güllefass ab, um den Pegelstand zu senken.

Ein Trupp der Feuerwehr rüstete sich mit Wathosen und Atemschutzgeräten aus, um über eine Steckleiter zu den Kühen in den Keller hin­absteigen zu können. Im Anschluss legten die Einsatzkräfte dem ersten Tier ein spezielles Hebegeschirr an, mit dem Großtiere bis zu einem Gewicht von einer Tonne fixiert angehoben werden können. Unter Einsatz des Teleskopladers als Hubgerät konnte das erste Rind nach knapp einer Stunde nahezu unversehrt aus der Grube gehoben und ins Freie befördert werden.

Dann fingen die Probleme aber erst richtig an. „Vermutlich angesichts der ungewohnten Situation entzog sich das zweite Tier daraufhin jedoch seiner zügigen Rettung“, so Wilgen. Es floh in einen kaum zugänglichen Gang des rund 200 Kubikmeter fassenden Güllekellers. Daher mussten die Einsatzkräfte am anderen Ende des Stalles eine zweite Einstiegsöffnung schaffen, damit das Tier vom vorgehenden Atemschutztrupp eingekesselt und zu einem der Zugänge getrieben werden konnte. Wilgen: „Die Kuh verhielt sich jedoch recht eigenwillig und zeigte sich von den zahlreichen kreativen Maßnahmen der Feuerwehrkräfte unbeeindruckt. Sie ließ sich weder mit Futter anlocken, noch brachten sie grelle Blitzleuchten oder das laute Geräusch ausströmender Druckluft dazu, sich in Richtung der Ausgänge zu begeben. Nicht einmal die Sirene eines Megafons führte zum gewünschten Erfolg.“

Erst durch den mühseligen Einsatz eines Wasserstrahls konnte das Tier zu einer der Öffnungen getrieben werden. Dort konnte auch dem zweiten Rind letztlich das Hebegeschirr angelegt und es kurz vor 21 Uhr wohlauf befreit werden.

Für die Feuerwehr galt es dann, sämtliche Ausrüstung sehr, sehr gründlich zu reinigen.

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