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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Tröstende Teddys trocknen Tränen

05.01.2012

HUDE Die Streifenwagen der Polizei in Hude und die Fahrzeuge der drei Ortsfeuerwehren sollen künftig kuschelige Beifahrer erhalten. Dafür wollen in der Klostergemeinde die Freien Wähler sorgen, die sich die Unterstützung der Deutschen Teddy-Stiftung auf die Fahnen geschrieben haben. Helga Reuswich aus Hatterwüsting, die die von ihrem Bruder Franz Andratzke ins Leben gerufene Stiftung als Botschafterin im Landkreis Oldenburg und in Delmenhorst vertritt, stellte ihre ehrenamtliche Arbeit am Dienstagabend auf Einladung der Wählergemeinschaft in der „Klosterschänke“ vor.

Die Kuscheltiere sollen Kindern nach dem Motto „Teddys trocknen Tränen“ in Notfallsituationen Trost spenden. Dass das klappt, hätten Psychologen bestätigt, sagte Helga Reuswich. Nach den Erfahrungen der Deutschen Teddy-Stiftung, die bereits seit 1998 Rettungswagen sowie Polizei- und Feuerwehrfahrzeuge mit Teddys ausstattet, überlagert das Gefühl der Freude über das Geschenk für eine Weile Schmerz und Ängste. „Die Teddys können dabei helfen, eine Traumatisierung zu verhindern. Besonders, wenn Kinder von ihren Eltern getrennt werden oder unter Schmerzen leiden und keine Bezugsperson vor Ort sein kann, leisten die Stofftiere gute Dienste“, informierte Helga Reuswich. Über 115 000 Teddys wurden bislang durch die Initiative in ganz Deutschland verteilt. Seit rund zwei Jahren sind die Kuschelbären auch beim DRK in Hude im Einsatz – jetzt sollen Polizei und Feuerwehr ausgestattet werden. 2011 hat Helga Reuswich fünf Kartons mit jeweils 24 Teddys der Autobahnpolizei in Ahlhorn übergeben. Auch die Malteser in Sandkrug haben gute Erfahrungen mit den Tröstern gemacht.

Helga Reuswich ist eine von 18 Botschaftern der Teddy-Stiftung. Ihr Bruder hatte die Stiftung 1998 in der Stadt Esens, die den Bären im Wappen trägt, gegründet. Der inzwischen pensionierte Polizist wurde damals zu einem Einsatz gerufen, bei dem ein neunjähriges Mädchen einem Verbrechen zum Opfer gefallen war. Andratzke fragte sich, wie er in dieser Situation am besten zu dem Kind durchdringen könnte und nahm kurzentschlossen einen Teddybären seiner Tochter mit zum Einsatz und hatte Erfolg.

Finanziert wird die Verbreitung der Tröster durch den Verkauf von Plüschteddys zum Preis von acht Euro, den Erlös von Wohltätigkeitsveranstaltungen und durch Spenden. An Spender werden die Stofftiere zum Einkaufspreis von 3,15 Euro weitergegeben.

Zu den regelmäßigen Unterstützern wollen ab jetzt die Freien Wähler aus Hude gehören. Am Dienstagabend überreichte der Vorsitzende der Wählergemeinschaft, Olaf Budde, ein Sparschwein mit 60 Euro an Helga Reuswich, Marion Budde und Anke Horstmann-Werpup stellten jeweils weitere 50 Euro zur Verfügung. Und das ist nur der Anfang: Bei Versammlungen und Veranstaltungen soll künftig immer eine Spendendose für den guten Zweck aufgestellt werden.

Der Teddybär der Teddy-Stiftung ist 28 Zentimeter groß, enthält keine Schadstoffe und löst nach einem der Stiftung vorliegenden Gesundheitszeugnis keine Allergien aus. Außerdem werden die Stofftiere nicht in Kinderarbeit hergestellt, betonte Helga Reuswich. Aus 125 verschiedenen Teddybären hatten mehrere hundert Kinder aus niederländischen Kindergärten den Bären als den schönsten ausgewählt.

Seit dem Jahr 2000 werden die Teddys mit einem Sticker versehen. Damit erfolgt eine direkte Ansprache der Kinder, verbunden mit der Bitte, der Stiftung zu schreiben, in welcher Situation sie den Teddy geschenkt bekommen haben, welchen Namen sie ihm gegeben haben und ob er Trost spenden konnte. „Auf diese Weise sind schon viele Dankesschreiben bei uns eingegangen, teilweise mit herzzerreißendem Inhalt“, berichtete Reuswich.

Wer die Arbeit der Stiftungsbotschafterin unterstützen möchte, kann sich unter Telefon  04481/1516 bei ihr melden.

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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