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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Vom Affen gebissen

22.07.2009

Nachdem ich Anfang Februar wieder in meinen vertrauten Regenwald zurückgekehrt bin, habe ich mit den anderen Voluntären neben den üblichen Parties in Tena und im amaZOOnico auch ein außerordentlich lustiges Karnevalfest miterlebt. Wir haben es zwar zwei Flüsse weiter in einem winzigen, abgelegenen Dörflein namens Ahuano gefeiert, aber mit den Freunden und Bekannten aus den Kitchwafamilien der Nachbarschaft, die wir dort haben, war der Spaß schon vorprogrammiert.

Mehl-, Schaum-, Maisstärke- und Wasserschlachten sind Teil dieses Festes. Und da sämtliche Kinder die Gelegenheit, alle Erwachsenen so richtig einzuseifen, natürlich beim Schopf packen, kommt man in den Straßen nie ungeschoren davon.

Den März über bin ich spontan in der Klammeraffen- und Wollaffenauswilderungsstation („Maquisapa Alpa“) des amaZOOnicos gelandet, um eine Freiwillige zu ersetzen, die vom Alphamännchen attackiert wurde. Hilberto, der Grund warum ich hier überhaupt im Wald stecken geblieben bin, ist allerdings seit Mitte Februar aus Maquisapa Alpa verschwunden, da er höchstwahrscheinlich nicht genug in die Gruppe integriert war.

Ich wohnte dort für drei Wochen mit bis zu drei anderen Voluntären und habe die Affengruppen beobachtet und gefüttert. Nebenbei haben wir den dortigen Primärwald erkundet, Zitronenbäume, kleine und große Flüsse gefunden, unglaubliche Bäume, Pflanzen und Insekten bestaunt und sind spontan auch mal über vier Meter lange Boas oder kleinere giftige Schlangen gestolpert.

Da dem Alphamännchen das Sprichwort „Man beißt nicht die Hand, die einen füttert“ anscheinend vollkommen fremd ist, hat er sich zum Schluss auch in mich verbissen und schickte mich mit einem wallnussgroßen Loch im Schienbein in den amaZOOnico zurück, wo mich die Veterinärin sehr gekonnt zusammenflickte.

Da mich in diesem Jahr das Glück nicht allzu sehr zu verfolgen scheint, hatte ich einige Tage vorher auch schon eine große und tiefe Infektion am Bein, wurde also zweimal in kürzester Zeit meines Gehvermögens beraubt und auf Antibiotikum gesetzt. Im April bin ich wegen Nebenwirkungen vom Antibiotikum in Quito beim Arzt gelandet und dann aber endgültig mal wieder gesund geworden.

Bis Anfang Mai habe ich einige Tage in einer der anderen Freilassungsstaionen gearbeitet und Totenkopfäffchen frei gelassen, um danach allerdings in die hundertprozentige Zivilisation, Guayaquil, zu reisen und eine Freundin zu besuchen. Die größte Stadt Ecuadors ist im Gegensatz zu Quito unglaublich modern und mit einem Klima von durchschnittlich 30 Grad auch um einiges wärmer.

Raphaela Hiltrop aus Dötlingen ist im August 2008 für ein Jahr nach Ecuador gegangen.

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