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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Wenn der Lkw-Fahrer einen nicht sieht

29.05.2019

Wardenburg Im toten Winkel lauert Lebensgefahr: Das haben Schüler der Grundschule Wardenburg nun erfahren. Verena Nölle vom „Schulexpress“ und Verkehrssicherheitsberater Rolf Quickert von der Polizei waren mit der Aktion „Toter Winkel“ an der Schule zu Gast. Auf interaktive Weise erarbeiteten sie mit den Mädchen und Jungen, wo es überall am Lkw tote Winkel gibt. Denn Lkw-Fahrer hätten es gerade beim Rechtsabbiegen schwer alles im Sichtfeld zu haben, was vor und insbesondere rechts von ihrem Fahrzeug vorgehe. Und das sei auch für Grundschüler gefährlich.

Sicht aus Fahrerhaus

Für die Aktion hatte die Firma Springer und Sohn aus Oldenburg extra einen Sattelzug auf dem Schulhof zur Verfügung gestellt. Fahrer Daniel Schneidereit demonstrierte unter anderem, wie ein Lkw beim Rechtsabbiegen durchaus auf einen Geh- oder Radweg ausscheren und dort stehende Verkehrsteilnehmer gefährden kann.

Darüber hinaus nahmen die Jungen und Mädchen auch im Fahrerhaus Platz, während sich die restliche Klasse in den toten Winkel neben dem Sattelzug stellte. So wurde den Kindern vor Augen geführt, dass sie dann nicht vom Fahrer gesehen werden können. Auch stellten sich die Jungen und Mädchen vor den Lkw. Denn auch dort sind Fußgänger oder Radfahrer nicht überall sofort im Blickfeld.

Nölle empfahl den Schülern, auf dem Geh- und Radweg Abstand zum Lkw zu halten, Blickkontakt zum Fahrer herzustellen und etwa über Winken auf sich aufmerksam zu machen, bis der Fahrer auf sie reagiere. Denn obwohl ein Lkw drei Scheiben und sechs Spiegel habe, könne der Fahrzeugführer nicht jederzeit alle im Blick haben. „Stellt euch vor ihr habt neun Fernseher zu Hause. Wie viele Filme könntet ihr gleichzeitig gucken?“, verdeutlichte Nölle die Problematik. Zudem sei es besser, auch mal auf sein Vorfahrtsrecht zu verzichten und den Lkw abbiegen zu lassen.

Dass die Thematik aktuell ist, machte Nölle den Schülern immer wieder deutlich. indem sie Zeitungsberichte über verunglückte Radfahrer vorlas. Einmal in der Woche komme es in Deutschland zu einem tödlichen Unfall zwischen Radfahrern und Lkw, sagte Nölle. So sei in der vergangenen Woche in München ein 11-Jähriger bei einem Unfall gestorben. Auch hier in der Region komme es zu solchen Zusammenstößen, ergänzte Quickert. Im Januar war in Oldenburg eine 17-jährige Radfahrerin mit einem 40-Tonnen-Kipplaster zusammengestoßen und gestorben.

Helm aufsetzen

Zum Abschluss appellierte Nölle noch einmal an die Schüler: „Setzt einen Helm auf!“ Dieser könne in Unfallsituationen Leben retten. Und wenn dieser uncool sei: „Macht euch euren Helm cool“, betonte sie.

Renke Hemken-Wulf Friesoythe / Redaktion Münsterland
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