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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Häusliche Gewalt: Arbeit mit Tätern auch wichtig

07.04.2021

Wardenburg /Oldenburg Die Rezension des Buches „...und draußen wartet die Angst“ der Wardenburger Autorin Lieselotte Kamper („Martyrium für viele Frauen Realität“, NWZ vom 24. März) stieß beim Verein Konfliktschlichtung in Oldenburg auf großes Interesse. Spielt das Thema „Häusliche Gewalt“ auch bei seinen Schlichtungs- und Beratungsangeboten eine Rolle. Geschäftsführerin Hilke Kenkel-Schwartz dazu:

„Die Coronakrise stellt Familien und Partnerschaften vor große Belastungsproben, die nicht selten in häusliche Gewalt münden. Dies belegen aktuelle Fallzahlen. Kontaktbeschränkungen, räumliche Beengtheit und finanzielle Not verschärfen bestehende Konflikte und erhöhen die Gewaltbereitschaft.“ Betroffene seien ihrem gewalttätigen Partner noch mehr ausgeliefert, da es weniger Möglichkeiten gebe, sich unbeobachtet Hilfe zu holen. Die meisten Unterstützungsangebote konzentrierten sich in auf die Opfer, wobei auch die Arbeit mit den Tätern wichtig sei.

Aus diesem Grund arbeite der Verein Konfliktschlichtung seit 2013 erfolgreich mit dem Interventionsprojekt „Olip“, das Täter zur Einsicht und Verhaltensänderung bringen soll. „In einem wöchentlich stattfindenden Gruppentreffen – zur Zeit an den Standorten Oldenburg und Delmenhorst – lernen die Teilnehmenden, ihr Verhalten zu reflektieren, Empathie mit dem Opfer aufzubauen und Strategien für eine Verhaltensänderung zu entwickeln.“ Zielgruppe seien erwachsene Männer, die ihrer Partnerin oder der Familie gegenüber gewalttätig geworden seien.

„Gewalttaten bei häuslicher Gewalt sind meistens keine spontan aus der Situation heraus auftretende Taten, sondern sie geschehen systematisch“, weiß die Mediatorin. Es entstehe eine Spirale der Gewalt, in der die Übergriffe in immer kürzeren Abständen mit steigender Intensität stattfänden. Diesen Gewaltkreislauf zu durchbrechen, sei Ziel des Trainings der einzigen Täterberatungsstelle in der Region Oldenburg und somit Anlaufstelle für Betroffenen aus der Stadt Oldenburg, den Gemeinden Hatten, Hude und Wardenburg. Teilnehmen können Selbstmelder, institutionell vermittelte und durch Justiz und Polizei zugewiesene Männer.

Laut Studien, so Kenkel-Schwartz, würden 80 Prozent der häuslichen Gewalt durch Männer ausgeübt, aber es gebe auch Täterinnen. Diesen stehe das Angebot von Olip in inhaltlich angepassten Einzeltrainings ebenfalls offen.

Der Link zum Artikel vom 24. März 2021: https://www.nwzonline.de/plus-oldenburg-kreis/lieselotte-kamper-scholastika-verlag_a_51,0,2369449196.html

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Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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