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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Wasserwände im Wald aufbauen

13.06.2016

Aumühle In den Wäldern der Region ist es derzeit oft trocken. „Zu trocken“, sagte Forstamtsleiterin Regina Dörrie. Sie war zusammen mit Karl-Heinz Frese, Waldbrandbeauftragter der Forst für die Gemeinde Großenkneten, am Sonntagmorgen zur Beobachter der Gemeinschaftsübung der Wildeshauser und Düngstruper Wehren gekommen. Jörg Kramer hatte die Waldbrandübung in Aumühle ausgearbeitet.

Das Szenario sah einen Brandherd mitten im Wald vor, der sich in Richtung der A1, aber auch an der Verbindungsstraße zwischen Heinefelde und Aumühle, angetrieben durch Wind, ausbreitete.

Eile war geboten, denn das knochentrockene Unterholz war ein angenommener idealer Nährboden für die vom Wind vorangetriebenen Flammen.

Die Problemstellung während der Übung war klar: Woher kommt das Wasser? Wie wird dem Funkenflug entgegengewirkt und wie viele Kräfte werden benötigt?

Insgesamt 100 Feuerwehrleute der Wehren aus Wildeshausen und Düngstrup sowie unterstützend aus Dötlingen, Neerstedt und Ahlhorn waren für die Übung in Aumühle zusammengezogen worden. Dazu auch das Groß-Tanklöschfahrzeug aus Cloppenburg mit alleine 24 000 Litern Wasser an Bord.

Was sich nach viel anhörte, wäre im Ernstfall schnell verbraucht. „Wir bauen drei große Wasserwände mit jeweils neun Strahlrohren auf. Alle zusammen verbrauchen 2700 Liter die Minute“, erklärte Kramer die Sachlage. 900 Liter könnten aus der Aue gepumpt werden, die anderen 1800 müssten herbeigeschafft werden, so der Einsatzleiter. Deshalb wurde das Großtanklöschfahrzeug aus Cloppenburg angefordert.

Vier Tanklöschfahrzeuge der unterstützend alarmierten Wehren belieferten den Großtanker ständig mit frischem Wasser. „Nur so können wir die Wasserwände als Barriere gegen die Feuerwalze auch halten“, erklärte Jörg Kramer weiter.

Wie das am Ende gelang, klärte die Manöverbesprechung bei Grillwurst und Getränken.

Kreisbrandmeister Andreas Tangemann bemängelte, dass der Standort für ein drittes Waldbrand-Beobachtungsflugzeug ersatzlos gestrichen worden sei. „Wir können jetzt nur auf die beiden Maschinen in der Lüneburger Heide zurückgreifen. Das ist aber auf Dauer nicht befriedigend“, so Andreas Tangemann.

Für Aufsehen sorgte Bürgermeister Jens Kuraschinski, der in einer Jacke als „Kreisbrandmeister“ erschien. Aber auch Ortsbrandmeister Kurt Hagelmann, der mit seinem flotten Roller auf den engen Feldwegen schnell unterwegs war, fiel auf. Bisweilen auf dem Soziussitz mit Feuerwehr-Altersabteilungsmitglied Conrad Kramer Senior. Etwas Spaß musste am Rande auch sein.

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