• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Verfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet

07.12.2017

Westrittrum /Wildeshausen Die Polizei hat die Ermittlungen des schweren Verkehrsunfalls vom 13. Oktober in Westrittrum, bei dem ein Polizeifahrzeug im Einsatz aus Wildeshausen und ein PKW aus Dötlingen kollidiert waren, abgeschlossen. Nach Aussagen von Maren Otten, Pressesprecherin der ermittelnden Polizeiinspektion Cloppenburg-Vechta, bleibt die Polizei bei der Darstellung, dass die 43-jährige Autofahrerin aus Dötlingen den Unfall verursacht hat. Sie erlag ihren lebensgefährlichen Verletzungen drei Wochen nach dem Unfall.

Gegen den 45-jährigen Polizisten, der den Streifenwagen gefahren war, wurde ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet, so Otten. Nächste Woche würde die Ermittlungsakte der Staatsanwaltschaft Oldenburg übergeben, die dann entscheiden muss, ob Anklage erhoben wird. Der 45-Jährige wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Er ist laut Otten noch für mehrere Monate krankgeschrieben. Sein 22-jähriger Kollege wurde leicht verletzt, er arbeitet wieder.

Was war bei dem Unfall am 13. Oktober gegen 13.30 Uhr auf der Amelhauser Straße in Westrittrum geschehen? Auf gerader Strecke und bei guter Sicht überholte ein aus Wildeshausen kommender Streifenwagen mit Martinshorn und Blaulicht ein vor ihm fahrendes Auto, als dessen Fahrerin nach links auf ein Grundstück abbiegen wollte. Der Streifenwagen kollidierte mit der hinteren Fahrerseite ihres Wagens.

Nach Aussagen von Otten haben die Ermittlungen ergeben, dass die 43-Jährige den Blinker links gesetzt hatte, bevor sie abbog. Gleichwohl hätte sie nicht abbiegen dürfen, weil sich von hinten der Streifenwagen mit Blaulicht und Martinshorn näherte. „Wer links abbiegt, hat eine Rückschaupflicht“, so Otten. Die Autofahrerin hätte somit das Polizeifahrzeug sehen und sich entsprechend verhalten müssen. Otten attestierte aber, dass auch ihre Kollegen etwas verkehrt gemacht haben könnten. Darüber müsse nun die Staatsanwaltschaft befinden.

Mehrere Zeugen seien zu dem Unfall befragt worden. Einer sei der LKW-Fahrer gewesen, den die Polizei ebenfalls überholt habe, der aber nicht in den Unfall verwickelt gewesen sei. Auch seien die Schäden von Sachverständigen untersucht worden, ebenso die Spuren auf der Straße und ob die Fahrzeuge technisch in Ordnung waren.