• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Kriminelle haben es im Landkreis schwer

14.03.2019

Wildeshausen /Delmenhorst Der Landkreis Oldenburg ist ein Stück weit sicherer geworden. „Wir haben über alle Deliktsgruppen hinweg weniger Straftaten registriert“, sagte Gerke Stüven, Leiterin des Polizeikommissariats Wildeshausen, am Mittwoch in Delmenhorst bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2018. Jörn Stilke, Leiter der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch, würdigte die gute Zusammenarbeit der Behörden und Institutionen im Kreis und in Delmenhorst.

Straftaten insgesamt

Insgesamt 16 531 Straftaten sind von der Polizeiinspektion im vergangenen Jahr registriert worden – 508 Delikte (minus 2,98 Prozent) weniger als 2017. Die Wahrscheinlichkeit, im Zuständigkeitsbereich der Inspektion Opfer einer Straftat zu werden, sank weiter: Die Häufigkeitszahl (Anzahl der Straftaten pro 100 000 Einwohner) lag im Jahr 2018 bei 5576 – genau 204 weniger als 2017.

Die komplette Statistik finden Sie hier.

Allein im Landkreis Oldenburg, also dem Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Wildeshausen, wurden 390 Taten weniger als 2017 aufgenommen. Der Wert von 6019 (2017: 6409) stellt einen neuen Tiefststand dar.

Aufklärungsquote

Wie im Bundesland Niedersachsen und im Bereich der Polizeidirektion Oldenburg verzeichnete die Inspektion eine Steigerung der Aufklärungsquote, und zwar von 63,98 auf 64,71 %. Die Aufklärungsquote im Landkreis stieg um 0,66 % auf 61,74% (3716 Fälle).

Tatverdächtige

Die Bevölkerungszahl im Zuständigkeitsbereich der Inspektion stieg auf 296 467 Menschen – 656 mehr als 2017. Der Anteil der minderjährigen Bewohner sank auf 17,05 % (50 548). Insgesamt wurden im Bereich der Inspektion 7771 Tatverdächtige ermittelt. Der Anteil der Minderjährigen blieb mit 953 (12,3%) konstant. Der Anteil der nichtdeutschen Einwohner lag bei 9,62% (28 520). Ihr Anteil unter den Tatverdächtigen blieb mit 26,2% (2034) gleich. Der Anteil der Asylbewerber unter den Tatverdächtigen gab die Polizei mit 6,23% an. Zum Vergleich: Im Bereich der Polizeidirektion lag er im Vorjahr bei 7,54%.

Im Landkreis Oldenburg leben 129 924 Menschen, darunter 17,42% Minderjährige und 8,06% Nichtdeutsche. Von den 2954 ermittelten Tatverdächtigen waren 364 Minderjährige. Der Anteil der Nichtdeutschen lag bei 797 (27,0%). 6,84% der Tatverdächtigen waren Asylbewerber. Stilke sagte, er sei froh, dass weiterhin Mittel für Integrationsmaßnahmen zur Verfügung stünden.

Verglichen mit anderen Kreisen könne der Landkreis Oldenburg als sicher angesehen werden, betonte der Inspektionsleiter. So liegt die Kennzahl pro 100 000 Einwohner bei 4633 Delikten. Die Wesermarsch landet bei 5026; der Kreis Vechta bei 4611.

Von den 2954 Tatverdächtigen, die im Landkreis ermittelt wurden, kamen 58,87% aus dem Kreisgebiet.

Rohheitsdelikte

Die Zahl der Rohheitsdelikte, darunter Körperverletzung, Raub, Bedrohung oder Nötigung, sank im Landreis von 920 auf 829 angezeigte Taten (minus 9,89%). Die Aufklärungsquote verbesserte sich um 0,34% auf 91,31%, wie Stüven erläuterte. Im Bereich der Körperverletzungen ist ein Rückgang um 3,53% auf 601 Taten (2017: 623) zu verzeichnen. Hier liegt die Aufklärungsquote bei 93,68%.

Stichwaffen

Im gesamten Bereich der Polizeiinspektion wurden 107 Straftaten mit Stichwaffen (2017: 108) verübt, davon 35 im Landkreis. Bei drei „Straftaten gegen das Leben“ wurden Messer benutzt. Ein vollendetes Tötungsdelikt gab es 2018 nicht, betonte Oliver Lenz, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes. Die Zahlen im Bereich Raub und Körperverletzung stiegen im Bereich des Kommissariats Wildeshausen von 15 auf 16 Fälle.

Sexualstraftaten

Die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sind im Bereich der Inspektion um 40 Fälle auf 232 gestiegen. Der Anstieg sei unter anderem mit dem geänderten Sexualstrafrecht zu begründen, so Lenz. Im Bereich des Landkreises Oldenburg war ein Anstieg von 72 auf 75 zu verzeichnen.

Diebstahl

Im Landkreis Oldenburg sind die Zahlen der Diebstahlsdelikte weiter rückläufig. Waren es 2017 noch 2143 Taten, registrierte die Polizei im Vorjahr 1950 (minus 9,0%). Die Aufklärungsquote konnte sogar leicht auf 31,49% (plus 1,35%) oder 614 Fälle gesteigert werden. Stüven zufolge gab es eine Zunahme bei den Fahrrad-Diebstählen. 2017 registrierte die Polizei 451 Taten; im Vorjahr 494. Schwerpunkte seien Großenkneten, Ahlhorn und Wildeshausen gewesen. Durch präventive Maßnahmen – von der Fahrrad-Codierung bis hin zu Plakataktionen – versuche man dem Problem Herr zu werden.

Wohnungseinbrüche

Die Zahl der Wohnungseinbrüche sank im Kreis von 275 auf 190 Taten (minus 30,9%). Von den 190 Einbrüchen konnten 47 (24,74%) aufgeklärt werden.

Rauschgift

War 2017 die Zahl der Rauschgiftdelikte noch von 265 auf 481 gestiegen, sank sie nun auf 375. „Wir haben das Dunkelfeld wieder heller werden lassen“, sagte Stüven. Unter anderem gebe es verstärkte Straßenverkehrskontrollen. Oft räumten die Autofahrer den Besitz oder den Konsum von Drogen ein. Die Aufklärungsquote liegt hier bei nahezu 100 Prozent.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
Rufen Sie mich an:
04431 9988 2701
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.