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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Kreis prüft Bau eines Kreisels

27.06.2019

Wildeshausen /Havekost Der Landkreis Oldenburg will die Möglichkeiten zum Bau eines Kreisverkehrs auf der Bundesstraße 213 in Havekost (Gemeinde Ganderkesee) prüfen. Zudem hat der Straßen- und Bauausschuss am Dienstagabend auf Vorschlag von Landrat Carsten Harings zugestimmt, auch weitere Alternativen in Betracht zu ziehen. Dazu gehört auch eine Ampel, damit die Kreuzung noch sicherer wird und die Bundesstraße von Autofahrern, die aus den Kreisstraßen 342 (Havekoster Straße) und 286 (Harpstedter Straße) kommen, schneller überquert werden kann.

Die Forderung, in Havekost einen Kreisel zu bauen, ist nicht neu. Bereits 2014 hatte die UWG/FWG-Gruppe den Umbau der Kreuzung mit einem Kreisel gefordert. Hintergrund waren die zahlreichen Verkehrsunfälle. Auf Empfehlung der Verkehrssicherheitskommission wurde die Kreuzung danach umgebaut. So stehen nun Stop-Schilder an den Kreisstraßen. Auf der B 213 wurde die 70er-Zone vor der Kreuzung verlängert und mit dem Zusatzschild „Radarkontrolle“ ergänzt. An den Kreisstraßen weist das Verkehrsschild „Gefahrenstelle“ mit dem Zusatz „Unfallgefahr“ auf die gefährliche Kreuzung hin. „Dadurch konnte die Zahl der Unfälle deutlich reduziert werden“, so Harings, „wenn auch jeder Unfall noch einer zu viel ist“.

Weniger Tempoverstöße

Die Auswertung der Geschwindigkeitsüberwachung an der Kreuzung in Havekost hat einen Rückgang der Verstöße ergeben. Überschritten im Jahr 2015 auf der B 213 durchschnittlich sieben Prozent und auf der Havekoster Straße 11,3 Prozent der gemessenen Fahrzeuge die Geschwindigkeit, waren es im Jahr 2018 auf der B 213 noch 2,2 Prozent und auf der Havekoster Straße 6,5 Prozent.

Günter Westermann (CDU) aus Ganderkesee, der am Montagabend eine E-Mail mit einem neuerlichen Antrag zum Bau eines Kreisverkehrs auf den Weg gebracht hatte, meinte, dass die Zahl der schweren Verkehrsunfälle abgenommen habe, insgesamt es aber nicht weniger Unfälle gebe. Seiner Meinung nach hat der Verkehr auf der B 213 zugenommen, vor allem dann, wenn es auf der Autobahn 1 einen Stau nach einem Unfall gebe. „Die A 28 und 29 sind zwar die offiziellen Umleitungen für die A 1, doch die B 213 ist der kürzere Weg“, erklärte der CDU-Abgeordnete. An solchen Tagen könne die Bundesstraße in Havekost kaum überquert werden.

Ähnlich argumentierte auch Christel Zießler (SPD) aus Ganderkesee. „Was muss erst passieren, dass die Kreuzung umgebaut wird.“ Auch sie sprach sich für einen Kreisel aus. Nach Ansicht von Götz Rohde (Grüne) aus Harpstedt bremst ein Kreisel eher den Verkehrsfluss.

Nach Darstellung der Kreisverwaltung ist die Kreuzung in Havekost leistungsfähig. Die Geschwindigkeitsüberschreitungen seien nicht auffällig. Und das Unfallgeschehen begründe keine Einstufung als Unfallschwerpunkt. Somit gebe es für den Bund als Straßenbaulastträger keine Notwendigkeit zur Einrichtung und Finanzierung eines Kreisverkehrs. Die B 213 habe als Bundesstraße mit deutlich mehr Verkehr als die beiden angrenzenden Kreisstraßen Vorrang.

An die 500 000 Euro

Wenn Ganderkesee als zuständige Verkehrsbehörde unbedingt einen Kreisel wolle, so die Kreisverwaltung, müsse die Gemeinde ihn selbst planen, bauen und bezahlen. In dem Fall wäre der Landkreis anteilig ebenfalls dabei. Ein Kreisverkehr würde mindestens 400 000 bis 500 000 Euro kosten.

Auf der B 213 zwischen Wildeshausen und Delmenhorst gibt es verschiedene Kreuzungsvarianten. In Havekost wird die Kreuzung mit Verkehrsschildern geregelt, in Hoyerswege mit einer Ampel und in Schlutter mit einer Kreuzung.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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