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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Hitzewelle In Wildeshausen: Wo die Hundstage zur Belastung werden

24.07.2019

Wildeshausen 39 Grad: Das ist laut Wettervorhersagen die höchste Temperatur, die in unserer Region in dieser Woche am Donnerstag erreicht wird. Anfühlen sollen sich die Temperaturen wie 43 Grad. Eine Belastung für Menschen – besonders für Senioren. Deshalb hat unsere Zeitung in Wildeshauser Altenheimen nachgefragt, wie die Bewohner die Hundstage, die noch bis 23. August andauern, am besten überstehen.

„Im Pflegeheim ist es nicht anders als bei sich zuhause: nur morgens und abends lüften, tagsüber die Fenster geschlossen halten“, sagt Anita Kenkel, Heim- und Pflegedienstleiterin im Pflegezentrum Johanneum. „Leichte Kleidung tragen, viel trinken.“

Haut ist empfindlicher

So viel zu den Verhaltensregeln, die auch für junge Menschen gelten. Kenkel weiß aber ebenso, dass körperliche Beschwerden bei älteren Menschen hinzukommen: „Gerade bei Senioren ist es wichtig, guten Sonnenschutz aufzutragen, weil die Haut dünner ist. Oft ist die Haut empfindlicher, wenn die Bewohner nicht so oft draußen sind.“ Für deren Kreislauf sei die Hitze sehr anstrengend. Besonders demenziell erkrankte Personen würden nicht mehr sofort wahrnehmen, wenn der Körper überhitzt. „Wir müssen sie dann aus der Sonne holen.“

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Nicht nur mit den Bewohnern, sondern auch mit den Angehörigen treten die Pflegezentrumsmitarbeiter in Kontakt. „Wir führen mit ihnen Beratungsgespräche – es ist wichtig, dass man sich austauscht“, sagt Kenkel. „Die Angehörigen gehen gern mit den Bewohnern bei dem Wetter spazieren. Viele Senioren haben aber Herzprobleme.“ Deshalb machen die Mitarbeiter darauf aufmerksam, dass keine weiten Strecken zurückgelegt werden sollten. Vor dem Fenster sollten Senioren bei dieser Hitze ebenfalls nicht sitzen: „Das kann zu Verbrennungen führen.“

„Zwei Dinge sind wichtig: tagsüber möglichst wenig nach draußen gehen und viel trinken.“ Das sind die wichtigsten Tipps, die Hermann Dirks, Leiter des Kreisaltenheims Wildeshausen, geben kann. Diese Hinweise reichen seine Mitarbeiter an die Bewohner weiter. „Nicht so viel Kaffee trinken, nicht so viele süße Getränke – Wasser ist das Maß der Dinge.“ Um Getränkeknappheit muss sich das Kreisaltenheim keine Sorgen machen. „Wir haben einen großen Vorrat da.“ Sowohl Dirks als auch Kenkel wissen, dass die Bewohner zum Trinken motiviert werden müssen. „Aber das geht uns doch nicht anders“, ergänzt der Kreisaltenheim-Leiter. Er empfiehlt zusätzlich, auf schwere Kost zu verzichten und Lebensmittel mit einem hohen Wassergehalt zu sich zu nehmen.

Unbemerkter Hitzestau

Auch Heiger Scholz, Staatssekretär im niedersächsischen Gesundheitsministerium, weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass die Hitze für Senioren und Kinder gefährlich werden kann: „Sie bemerken einen Hitzestau oder Flüssigkeitsmangel häufig nicht rechtzeitig.“ Durch Erkrankungen oder Medikamente könne die Fähigkeit des Körpers zum Schwitzen herabgesetzt sein.

Gesundheitsministerium und Landesgesundheitsamt (NLGA) raten allen Pflegeeinrichtungen, -diensten und pflegenden Angehörigen dazu, das Hitzewarnsystem des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zur Warnung vor starker oder extremer Hitze zu nutzen. Die Hitzewarnmeldungen werden kostenfrei per E-Mail verschickt. Mehr Infos gibt es unter www.dwd.de.
Auch Gärtner kämpfen mit der Hitze. Unsere Zeitung besuchte einen Betrieb.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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