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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

800 Aktive kämpfen um die Platzhoheit

18.03.2019

Wildeshausen Werner Mietzon gilt als erfahrener Feuerwehrmann. Der 58-jährige Oberbrandmeister gründete vor genau 25 Jahren die Wildeshauser Jugendfeuerwehr. Inzwischen ist er Kreisjugendfeuerwehrwart und hat so manche Einsätze geleitet und Jugendzeltlager organisiert. Doch vor der dreitägigen Veranstaltung Ende Juni hat er etwas Bammel. Nein, nicht vor der Organisation als solches – sondern vor den pingeligen Schiedsrichtern und allzu ehrgeizigen Jugendlichen. „Die messen zur Not noch mal nachts nach, ob alles genau passt", weiß Mietzon.

Und darum geht es: Vom 28. bis 30. Juni ist Wildeshausen Gastgeber des Landesjugendfeuerwehrtags. Zum zweiten Mal nach 2003 werden für das größte Jugendfeuerwehr-Ereignis in Niedersachsen rund 800 Aktive erwartet. Mehr als 50 Jugendwehren mit jeweils 15 Teilnehmern reisen an. Für sie wird auf den Trainingsplätzen im Krandel ein großes Zeltlager aufgebaut. Die Wettbewerbe selbst finden im Krandelstadion statt. Dafür hat die Freiwillige Feuerwehr bereits vom VfL Wittekind und der Stadt Wildeshausen grünes Licht erhalten. Die Gäste können Duschen und Toiletten im VfL-Heim nutzen. Für die Besprechungen der Schiedsrichter, aber auch zur Bewirtung der Zuschauer, stellt die Schützengilde ihr Zeughaus zur Verfügung.

Empfang im Rathaus

Federführend organisiert Mietzon das Treffen. Unterstützung erhält er unter anderem von Ortsbrandmeister Lutz Ertelt, dem stellvertretenden Landesjugendfeuerwehrwart Sascha Bädorf und vielen Feuerwehrleuten. So werden sich die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Wildeshausen unter anderem um die Verkehrsregelung und die Versorgung im und um den Krandel kümmern. Freiwillige aus den Nachbarwehren übernehmen die Zeltwachen. Und die Freiwillige Feuerwehr Apen (Ammerland) kümmert sich um die Verpflegung der rund 800 Gäste. „Das heimische Rote Kreuz hat leider abgesagt“, bedauert Mietzon.

Der Rahmen des dreitägigen Jugendfeuerwehrtags steht bereits: Am Freitag, 28. Juni, lädt die Stadt zu einem Empfang ins historische Rathaus ein. Am gleichen Tag, bereits ab mittags, reisen die Gruppen an. Noch am Abend, vermutlich gegen 21 Uhr, soll es die erste Wettbewerbsbesprechung im Gildehaus geben. Der Samstag steht den Wettbewerbsgruppen als Trainingstag für Probeläufe zur Verfügung. Der eigentliche Wettbewerb beginnt am Sonntagmorgen um 8.30 Uhr.

Die Organisatoren rechnen mit vielen Schlachtenbummlern und Fanclubs der qualifizierten Jugendfeuerwehren. Aus verkehrlichen Gründen soll die Glaner Straße stadtauswärts als Einbahnstraße geführt werden. Für die Zuschauer werde derzeit ein Bus-Pendelverkehr zu den Parkplätzen am Kreishaus und am Famila-Markt geprüft. Bei Rundgängen über das Gelände des Krandelstadions wurde intensiv über Nutzungsmöglichkeiten gesprochen. Sogar ein Notfallplan ist vorhanden. „Falls erforderlich, können wir die Teilnehmer in Turnhallen und das Feuerwehrhaus evakuieren“, erläutert Mietzon.

Kreisentscheid im Mai

Dabei ist noch gar nicht klar, welche Teams den Wettbewerb bestreiten werden. Der Kreisentscheid steht am Sonntag, 26. Mai, in der Gemeinde Großenkneten an. Sollten alle 17 Jugendwehren aus dem Landkreis Oldenburg daran teilnehmen, können die fünf Bestplatzierten zum Weser-Ems-Wettbewerb am 23. Juni nach Brake fahren. Wer dort unter den besten acht Teams landet, hat quasi das Ticket für den Landesentscheid in Wildeshausen gezogen. Gute Chancen werden regelmäßig der Jugendwehr aus Beckeln (Samtgemeinde Harpstedt) eingeräumt.

Das Kräftemessen der 14- bis 18-jährigen Nachwuchs-Feuerwehrleute beginnt am Sonntag, 30. Juni, um 8.30 Uhr im Krandel. Die Herausforderung besteht aus zwei Teilen: Die Teams müssen einen Löschangriff mit (simulierter) Wasserentnahme meistern. Außerdem gibt es einen 400-Meter-Hindernislauf, wo unter anderem Schläuche aufgerollt oder Fangleinen geordnet werden müssen. Das Schiedsrichterteam werde genau prüfen, ob alle Mannschaften die gleichen Bedingungen haben und die Bahn exakt eingemessen wurde, zeigt sich Mietzon überzeugt. „Das muss passen!“

Für die Zuschauer sei der Wettbewerb überaus attraktiv: „Da messen sich wirklich starke Teams“, erklärt der Oberbrandmeister, der seit fünf Jahren auch Bezirksjugendfeuerwehrwart ist. Zudem werde ein attraktives Rahmenprogramm angeboten. So werden Interessenten durchs neue Feuerwehrhaus geführt. Auch Imbiss- und Getränkebuden werde es geben. Für Mietzon, der vor einigen Jahren vom damaligen Ortsbrandmeister Hermann Cordes und dessen Stellvertreter Conny Kramer gebeten wurde, den Landesentscheid nach Wildeshausen zu holen, wird das Event vermutlich eine Meisterprüfung werden.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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