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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Unwetter Im Landkreis Oldenburg: „Sabine“ bremst Schulbus und Bahn aus

11.02.2020

Wildeshausen /Landkreis Bäume auf den Straßen, gestrichene Zugverbindungen und Schulausfall: Sturm „Sabine“ hat den Landkreis von Sonntag bis Montag auf Trab gehalten. Ein Überblick:

Die Feuerwehren

Dötlingen: Kurz nach 13 Uhr gab es den ersten von neun Einsätzen. Danach kam etwa jede Stunde einer dazu – der letzte am frühen Montagmorgen gegen 5.30 Uhr. Hier musste die Ortswehr Dötlingen in Aschenstedt das Gleisbett der Nordwestbahn von Bäumen und Ästen befreien. „Ungewöhnlich war die lange Zeitdauer, über die wir im Einsatz waren“, sagte Gemeindefeuerwehrsprecher Jannis Wilgen. „Da zu dieser Jahreszeit kaum Laub an den Bäumen ist, waren es nicht so viele Einsätze wie vermutet.“

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Ganderkesee: Zwölf sturmbedingte Einsätze zählten die Feuerwehren in der Gemeinde Ganderkesee. Gegen 21.30 Uhr waren alle Einsätze für die Nacht erledigt. Am frühen Montagmorgen rückte die Ortswehr Ganderkesee aus, um zwei Bäume vom Gleisbett der Nordwestbahn zu räumen.

Großenkneten: Insgesamt rückten die Ortswehren von Sonntag bis Montag 14 Mal aus. Die häufigste Einsatzbeschreibung „Baum auf Straße.“

Harpstedt: Etwas ruhiger verliefen der Sonntag und Montag für die Einsatzkräfte in der Samtgemeinde. Pressewart Christian Bahrs berichtete von drei Einsätzen nach umgestürzten Bäumen.

Hatten: Die Feuerwehren verzeichneten 20 Einsätze mit den Schwerpunkten Sandkrug und Kirchhatten. Die meisten Bäume wurden direkt bei der Feuerwehr Kirchhatten gemeldet. Einen Teil entdeckten die im Einsatz befindlichen Kameraden selbst während der Fahrten durch die Gemeinde. „Wir waren für mehr Einsätze gerüstet“, sagte Hattens Feuerwehrsprecher Tom Kramer. Die Bevölkerung unterstützte die Arbeit mit Essensspenden.

Hude: Auch in Hude hinterließ das Sturmtief Schäden. Zehn Mal rückte die Feuerwehr aus, musste Bäume von den Straßen entfernen. In der Danziger Straße fiel eine Tanne auf ein Mehrparteienhaus.

Wardenburg: Die drei Wehren hatten während des Sturms eine gemeinsame Führungsstelle in Wardenburg eingerichtet. Diese wurde laut Gemeindefeuerwehrpressewart Jochen Brunßen um 22 Uhr aufgelöst. Danach gab es keine nennenswerten Einsätze mehr.

Wildeshausen: Auch in der Kreisstadt war die Feuerwehr gefordert. Zu 13 Einsätzen rückten die Kameraden aus – allesamt durch umgestürzte Bäume oder Äste ausgelöst.

Die Bauhöfe

In vielen Gemeinden, darunter auch in Wildeshausen, unterstützte der Bauhof die Arbeiten der Feuerwehr. Am Montagmittag waren die letzten Arbeiten in der Wiekau abgeschlossen. „Wir hatten für unsere Mitarbeiter eine Rufbereitschaft eingerichtet“, erklärte Bauhofleiter Jörg Kramer. „Mit unseren Maschinen haben wir unterstützt.“

Für den Kommunalservice Nord-West, zuständig für die Gemeinden Hude und Ganderkesee, waren 25 Personen im Einsatz. „Wir haben Glück gehabt, dass die Auswirkungen geringer als befürchtet ausfielen“, sagte Geschäftsführer Uwe Nordhausen. Dass es beim Unwetter wenig regnete, half, dass der Boden nicht so stark aufgeweicht wurde.

Die Schulen

Im gesamten Landkreis fiel am Montag der Unterricht aus. „Für die Lehrer herrschte aber eine Dienstpflicht“, erklärte Karsten Sudholz, stellvertretender Schulleiter am Gymnasium Wildeshausen. Den Lehrern am Gymnasium oder auch der Wallschule war dabei freigestellt, ob sie nach Wildeshausen kommen oder die Unterrichtsvorbereitungen von zuhause aus machen. In der Grundschule Neerstedt nutzten die Lehrer laut Schulleiterin Andrea Selke den Vormittag für eine Dienstbesprechung und die Arbeit an Schulkonzepten. Für die wenigen Kinder, die dennoch in die Schule kamen, waren Betreuungen eingerichtet.

Vom Ausfall betroffen war übrigens auch die Privatschule Gut Spascher Sand. „Wir müssen uns an die Vorgaben des Landkreises halten“, erklärte Sekretärin Liesel Beckmann. Die Schüler durften trotzdem zur Schule gebracht werden – der schuleigene Bus fuhr aber nicht.

Die Nordwestbahn

Auch Pendler mit der Bahn konnten zwischen Wildeshausen und Bremen am Montagmorgen die Auswirkungen des Sturmes spüren. Nachdem die Nordwestbahn am Sonntag gegen 17 Uhr ihren gesamten Verkehr eingestellt hatte, wurde dieser in den Morgenstunden wieder aufgenommen.

So lief der Zugverkehr der RS 3 zwischen Oldenburg und Bremen laut eines Sprechers der Nordwestbahn gegen 6 Uhr wieder an. Länger dauerte es auf dem Streckenabschnitt zwischen Wildeshausen und Delmenhorst. Während die Strecke von der Kreisstadt in Richtung Osnabrück ab 7 Uhr wieder frei war, dauerte es in Richtung Delmenhorst bis 9.40 Uhr.

Generell gilt: Nach einer Sperrung gibt es vor der ersten Fahrt ohne Fahrgäste eine sogenannte „Erkundungsfahrt“. Hier fährt das Personal der ersten Schicht die Strecke langsam entlang und hält Ausschau nach Hindernissen. „Die Bahnen mit Dieselantrieb können dabei auf alles treffen“, sagte der Sprecher. Bei einer Oberleitung könne man anhand des Stromnetzes bereits erkennen, ob Bäume auf den Gleisen liegen.

Der Landkreis

Am Sonntagabend wurde entschieden, dass der Unterricht am Montag ausfällt. „Hier wird eine Gefährdungsabschätzung getroffen“, erklärt Maik Ehlers, Leiter in der Kreisverwaltung für die Schulen. Man befinde sich dabei immer in Abstimmung mit den Nachbarkommunen und ziehe zudem die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes zurate. „Wichtig ist, dass wir für die Sicherheit der Schülerbeförderung garantieren können“, so Ehlers. Als auch die Nachbarkommunen den Unterricht absagten, fällte der Landkreis Oldenburg gegen 20.30 Uhr auch eine Entscheidung.

Sönke Spille Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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