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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

In Schulen und Büros Geld gestohlen

25.08.2017

Wildeshausen /Oldenburg Er schlich durch Schulen und Büros und klaute Geld. Nun muss ein 45 Jahre alter Mann aus Wildeshausen wegen Diebstahls für acht Monate ins Gefängnis. Ein entsprechendes Urteil des Amtsgerichtes in Wildeshausen hat das Oldenburger Landgericht am Donnerstag in zweiter Instanz bestätigt. Gegen das erste Urteil hatte der Angeklagte Berufung eingelegt. Er wollte nicht schon wieder ins Gefängnis, wo er bereits mehrere Male gesessen hat.

Die Berufung des Angeklagten wurde aber verworfen. Der 45-Jährige ist 25-mal teils einschlägig vorbestraft. Nichts hat bisher gefruchtet, damit der Angeklagte seine Diebstähle lässt. Seine Masche: Er schleicht sich tagsüber in Schul- und Firmengebäude und durchsucht Taschen und nicht verschlossene Büros nach Geld. Im aktuellen Fall hatte der Angeklagte im Bürotrakt einer Firma eine Geldbörse mit 700 Euro gestohlen.

Das Geld gehörte einer jungen Frau, die es für eine größere Anschaffung angespart hatte. Am Tattag wollte sie das Geld einsetzen. Deswegen hatte sie es mit zur Arbeit genommen. Doch dann war es weg. Die Tatbegehung passte zum Angeklagten. Der gab die Tat dann auch zu, wollte dafür aber nicht ins Gefängnis. Für eine Bewährungsstrafe aber ist eine günstige Legal- und Sozialprognose Voraussetzung. Die sichere Erwartung (Legalprognose), dass der Angeklagte in Zukunft keine Straftaten mehr begeht, scheiterte aber schon an den 25 Vorstrafen. Und auch bezüglich der Annahme einer günstigen Sozialprognose hatte der Angeklagte nichts zu bieten gehabt. Nur soviel: Er sei „mit den Nerven fertig“, sagte er. Außerdem habe er eine neue Lebensgefährtin, die von seinen Taten nichts wisse. Er habe Angst. Wenn er ins Gefängnis müsse, dann käme alles raus, meinte der 45-Jährige.

„Reden Sie schnell mit der Frau“, riet der Vorsitzende Richter Alexander Wiebe dem Angeklagten. Die Sozialprognose des Mannes sei „niederschmetternd“, so der Richter. Bewährung könne es nicht geben. Mit den „Nerven runter zu sein“ sei überhaupt kein Argument. Das könne auf keinen Fall zu einer Abmilderung des ersten Urteils führen, schloss der Vorsitzende die Akten.

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Landgericht Oldenburg