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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Statt Zärtlichkeiten Schläge mit Hammer auf den Kopf

23.05.2019

Wildeshausen /Oldenburg Wegen versuchten Mordes muss sich seit Mittwoch ein 18-jähriger Mann aus Wildeshausen vor der Großen Jugendkammer des Oldenburger Landgerichtes verantworten. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, im Dezember vorigen Jahres einen an ihm sexuell interessierten Mann in dessen Wohnung in Wildeshausen besucht zu haben, um sein Geld zu entwenden.

Laut Anklage soll der 18-Jährige den Mann mit einem Hammer auf den Hinterkopf und Oberarm geschlagen haben, wobei er den Tod des Opfers billigend in Kauf genommen hätte. Seinen Plan, die Wohnung ungestört nach Wertsachen zu durchsuchen, sobald das Opfer erst einmal außer Gefecht gesetzt war, musste der Angeklagte aber aufgeben. Der Wildeshauser hatte sich erfolgreich gewehrt und dem Angeklagten den Hammer entreißen können.

Das Opfer trug bis dahin aber eine schwere Schädelprellung, eine Fraktur sowie Verletzungen am Oberkörper und im Gesicht davon. Der 18-Jährige sitzt in Untersuchungshaft.

Seine Vorführung aus der Zelle verzögerte sich gestern, weil sich Fernsehteams angemeldet hatten. Der Vorsitzende Richter Dr. Dirk Reuter wollte verhindern, dass von dem jungen Angeklagten Filmaufnahmen angefertigt werden. Die Fernsehteams indes kamen gar nicht, sodass der Angeklagte aus der Landgerichts-Zelle geholt werden konnte.

Das Verfahren ging aber trotzdem nicht los. Die Anwälte des Opfers, das als Nebenkläger am Verfahren teilnimmt, stellten den Antrag, die Öffentlichkeit vom Verfahren auszuschließen. Es gelte, die Intimsphäre des Nebenklägers zu schützen. Einen gleichen Antrag stellten auch die Anwälte des Angeklagten. Die Intimsphäre des 18-jährigen sei zu schützen. Nach Beratung schloss die Kammer dann die gesamte Öffentlichkeit bis zur Urteilsverkündung aus. Auch die Verlesung der Anklageschrift fand in nichtöffentlicher Sitzung statt.

Das Verfahren ist vorerst auf vier Verhandlungstage terminiert. Wie lange es wirklich dauert, liegt am Angeklagten. Ein Geständnis könnte das Verfahren verkürzen. Es ist indes überhaupt nicht bekannt, wie sich der 18-Jährige verhalten will. Am Verfahren nimmt auch eine Psychiaterin teil, die Auskunft über die Schuldfähigkeit des Angeklagten geben soll. Die schweren Verletzungen des Opfers wird in dem Prozess die Rechtsmedizin bewerten.

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