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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Tierschutz: Für trächtige Katze fühlt sich niemand zuständig

20.04.2019

Wildeshausen Wer kümmert sich um eine scheue Katze, die vermutlich sogar trächtig ist? Keine einfache Frage, wie eine Wildeshauserin in dieser Woche feststellen musste. Im Wohngebiet Welgenhöhe sei ihr die schwarze Katze schon seit einigen Tagen aufgefallen. „Seit circa zwei Wochen habe ich die Katze immer öfter gesehen. Ich habe versucht, sie anzulocken, aber sie war sehr scheu. Und da sie sehr dick ausgesehen hat, habe ich bei der Tierschutzgruppe angerufen. Ich dachte mir, dass sie trächtig sein könnte“, erinnert sich die Frau.

Von dort wurde sie an das zuständige Tierheim in Bergedorf (Ganderkesee) verwiesen. „Die sagten mir aber, dass man keine scheue Katze einfangen würde. Das hat mich traurig gemacht“, so die Wildeshauserin, die sich anschließend an das Ordnungsamt der Stadt wandte. Von dort wurde sie erneut an die Tierschutzgruppe Oldenburg Land verwiesen. „Das war ein langes Hin und Her mit etlichen Telefonaten“, sagt die Tierretterin. In der Nacht zu Donnerstag wurde die Katze dann mithilfe einer Lebendfalle eingefangen und von der Tierschutzgruppe zum Tierarzt gebracht. Der habe sofort festgestellt, dass das Tier trächtig ist. „Die Jungen sollen schon in wenigen Tagen auf die Welt kommen“, weiß die Wildeshauserin zu berichten.

Umso kritischer sieht sie das Verhalten des Tierheims Bergedorf. Sie könne nicht verstehen, warum man sich nicht um die Katze kümmern wollte. „Die Dame hatte es viel zu eilig. Sie hat angerufen und von einer verwilderten Hauskatze gesprochen“, erklärt Mark Ungnade, Leiter des Tierheims in der Gemeinde Ganderkesee. In solchen Fällen sei es üblich, dass das Tierheim nicht sofort handle. „Verwilderte Tiere fallen nicht in unser Aufgabengebiet. Das ist leider ein Graubereich, für den die Zuständigkeit nicht geregelt ist“, so Ungnade.

Man habe die Frau daher gebeten, die Katze weiter zu beobachten und zu versuchen, sie ins Haus zu locken. „Dann hätten wir uns das Tier angesehen. Auch wenn die Katze einen verletzten oder kranken Eindruck gemacht hätte, hätten wir direkt versucht, sie einzufangen. Aber wir haben oft Fälle, bei denen die Menschen zu schnell anrufen und die Tiere dann doch jemandem gehören“, sagt Ungnade. Auch die Trächtigkeit der Katze sei kein Grund für ein schnelleres „Ausrücken“: „Man kann von weitem nicht sehen, ob sie trächtig ist. Auch deswegen haben wir Hilfe angeboten, sobald die Katze im Haus ist.“

Fest steht: Die Katze ist inzwischen in guten Händen. Eine Familie in Großenkneten habe sie aufgenommen – und wird sich um sie und die Jungen kümmern, berichtet die Wildeshauser Finderin. „Und nach der Geburt, wenn die Jungen groß genug sind, wollen wir sie aufnehmen.“ Dann findet die Katze im Wohngebiet Welgenhöhe ein richtiges Zuhause.

Der Blaulichtblog für den Nordwesten

Gloria Balthazaar Redakteurin / Redaktion Wildeshausen
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