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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Damit dieses Silvester tierisch entspannt wird

31.12.2018

Wildeshausen Den Tag so schön wie möglich zu gestalten, das wünschen sich wohl die meisten Menschen für Silvester. Doch in diesem Fall ist die Rede vom besten Freund des Menschen. Nina Hohendahl ist Hundetrainerin beim Hundetrainer-Team Deutschland und gibt im Gespräch mit der NWZ Tipps, wie man den Jahreswechsel für den geliebten Vierbeiner entspannt und stressfrei über die Bühne bringt.

Nicht zu erklären

Denn anders als beim Menschen, kann man den Hunden schwer verständlich machen, warum einmal jährlich plötzlich alle durchdrehen, überall Lichter und Raketen herumfliegen und geballt um 0 Uhr ein atemberaubender Krach über sie hereinbricht. „Hunde können das überhaupt nicht zuordnen. Sie haben kein Verständnis für dieses Brauchtum und bekommen als erste Reaktion zumeist große Angst“, weiß die erfahrene Hundeverhaltenstherapeutin. Und sie ergänzt: „Tiere leben im Hier und Jetzt. Sie wissen nicht, dass das Geknalle bald wieder vorbei ist.“

Sie selbst hat einen siebenjährigen Jack Russel zu Hause. Auch Hancock hat Angst vor Silvester, daher trifft Nina Hohendahl schon seit Längerem verschiedene Vorkehrungen. „Besser ist es natürlich, wenn der Hund noch gar keine Panik entwickelt hat, dann geht er an die Gewöhnung ganz unvoreingenommen ran. Aber auch bei denjenigen, die schon gestresste und ängstliche Jahreswechsel hinter sich haben, kann man noch etwas erreichen“, sagt Hohendahl.

Das Wichtigste sei, den Hund nicht alleine zu lassen, damit er seine Bezugspersonen um sich herum hat. „Man kann versuchen, mit Konditionierung und Gewöhnung zu arbeiten“, macht Hohendahl den ersten Vorschlag. Dazu könne man laute, knallende Geräusche abspielen und kurz danach dem Hund ein Leckerli anbieten. „So entsteht die Verknüpfung im Kopf, dass das Geknalle etwas Positives mit sich bringt“, so Hohendahl. Dafür sei es in 2018 jedoch schon zu spät, dafür solle man Zeit einplanen. Aber das macht ja nichts, denn nach Silvester ist vor Silvester und auch im kommenden Jahr stehen Tierbesitzer wieder vor demselben Problem.

Ein zweiter Punkt, so Nina Hohendahl, sei, den Hund ein wenig zu beobachten und gewähren zu lassen. „Wenn das Tier sich zurückziehen und verstecken will, dann sollte man es gewähren lassen.“ Je nach Charakter des Tieres könne es aber helfen, sich als Mensch ein wenig dazuzusetzen und beruhigend zu sprechen. „Auch Körperkontakt kann helfen, je nach Hund.“

Übung und Ablenkung

Hilfreich ist auch, den Hund abzulenken. „Das kann ein besonders toller Kauknochen sein, den der Hund normalerweise nicht bekommt, oder ein Spielzeug, das er liebt. So hat er etwas zu tun“, erklärt die Hundetrainerin. Damit die Lichtreflexe nicht allzu sehr in die Wohnung scheinen, empfiehlt es sich laut Hohendahl auch, die Jalousien herunterzulassen. „Und dann vielleicht ruhige Musik abspielen oder den Fernseher laufen lassen – Alltagsgeräusche erzeugen.“

Nina Hohendahl ist vom Fach, sie kennt noch speziellere Hilfsmittel, unter anderem eine Art T-Shirt, das die Hunde tragen können oder ein sogenanntes „Relaxopet“, das auf der Frequenz des Hundes Entspannungsmusik abspielt, ohne, dass das menschliche Ohr diese wahrnehmen kann.

Tierarzt zurate ziehen

„Natürlich kann in besonders schweren Fällen auch der Tierarzt helfen“, fügt Hohendahl hinzu. Der kann eventuell Medikamente für den Notfall verschreiben, wenn die Tierbesitzer das Gefühl haben, dass es ohne gar nicht mehr geht. „Auch homöopathische Mittel gibt es. Da sollte man sich gut beraten lassen in der Apotheke oder von einem Tierheilpraktiker, damit es an das jeweilige Tier gut angepasst ist.“

Nina Hohendahl hat auch noch eine dringende Empfehlung für die Tage vor und nach Silvester: „Die Hunde sollten keinesfalls von der Leine gelassen werden. Es kann immer schon mal irgendwo knallen, der Hund gerät in Panik und rennt weg.“ Das sei ihr in den letzten Jahren häufiger untergekommen. „Dann wird das Silvester sicherlich nicht entspannt, wenn ich den entlaufenden Hund suchen und wieder einfangen muss“, mahnt Hohendahl.

Am besten suchen sich Hundebesitzer auch einigermaßen ruhige Gebiete zum Spazierengehen, in denen nicht nur der Hund, sondern auch sie selbst ein wenig abschalten können. Die Silvesternacht wird dann ja sowieso aufregend genug – ob mit oder ohne Hund.

Imke Harms Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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