• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Anwohner oft selbst die Temposünder

26.04.2019

Wildeshausen Die Stadt Wildeshausen und die Polizei reagieren auf die zunehmenden Beschwerden von Anliegern des Neubaugebietes „Beim grauen Immenthun“, weil dort Autofahrer angeblich viel zu schnell fahren. Bürgermeister Jens Kuraschinski, Ralf Wübbeler (Ordnungsamt) und Rolf Quickert, Sachbearbeiter für Prävention und Verkehr bei der Polizei, verteilten am Mittwochnachmittag Handzettel an die Autofahrer auf der Bleicherstraße. Ein Handzettel informiert über die Regeln im verkehrsberuhigten Bereich, der andere gibt Hinweise für ein gutes Zusammenleben in Wohngebieten.

„Wir haben festgestellt, dass es oft die Anwohner selbst sind, die sich nicht an das vorgeschriebene Tempo halten“, berichtete Quickert. Beispiel: Wer von der Visbeker Straße in die Bleicherstraße abbiegt, darf anfangs 50 km/h fahren. Kurze Zeit später steht ein 30er-Schild. Es folgen die verkehrsberuhigten Straßen, wo nur noch Schrittgeschwindigkeit erlaubt ist. „In Wohngebieten sollten Autofahrer den ersten Gang einlegen und den Wagen rollen lassen“, empfiehlt Quickert.

Bei der Übergabe der Handzettel suchten Kuraschinski, Wübbeler und Quickert auch das kurze Gespräch mit den Autofahrern. „Die Leute hier sollen langsamer fahren, es gibt viele Kinder hier“, meinte ein Anwohner. Ein anderer berichtete von einem Streit unter Nachbarn. Nach Angaben des Bürgermeisters wohnen 250 bis 300 Menschen im Quartier „Beim grauen Immenthun“.

Die meisten Wohngebiete in Wildeshausen sind verkehrsberuhigt. Dort gilt der Grundsatz, dass alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind. Fußgänger dürfen auf der Straße gehen, Kinder dort spielen, Autos maximal zehn Stundenkilometer schnell fahren, Parken ist nur auf eingezeichneten Flächen erlaubt.

Hinsichtlich des Miteinanders heißt es im Handzettel: „Zur Lebensqualität in einer Stadt gehört ein gutes nachbarschaftliches Zusammenleben. Gegenseitige Rücksichtnahme ist dafür eine maßgebliche Voraussetzung.“ Nach Aussagen von Quickert wüssten einige Bürger überhaupt nicht Bescheid über Rechte und Pflichten. In dem Handzettel wird über Ruhezeiten, das Schneiden von Bäumen, Hecken und Sträuchern, die allgemeine Straßenreinigung und den Winterdienst informiert. Zudem wird ein Hinweis im Falle von Streitigkeiten gegeben.

„Beim grauen Immenthun“ ist laut Kuraschinski nicht das einzige Wohngebiet mit Problemen. Auch in der „Heidloge“ hätten sich die Beschwerden gehäuft. Dort sollen demnächst ebenfalls die Handzettel verteilt werden. In jedem Fall würden sie künftig mit in jedes Neubürgerpaket gelegt.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
Rufen Sie mich an:
04431 9988 2705
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.