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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Sieben Einbrüche – 69-Jähriger freigesprochen

12.02.2019

Wildeshausen /Wardenburg /Vechta Im Zweifel für den Angeklagten: Trotz diverser Indizien haben die Beweise gegen einen 69-jährigen Mann aus Polen nicht ausgereicht, so dass er am Montag vom Vorwurf des besonders schweren Diebstahls freigesprochen worden ist.

Ihm waren von der Staatsanwaltschaft sieben Einbrüche in Wildeshausen, Wardenburg, Vechta, Verden, Bleckede (Kreis Lüneburg) und Linnich (Kreis Düren) mit einem Gesamtschaden von 253.493 Euro zur Last gelegt worden. Diese soll er zwischen 2012 und 2014 begangen haben. Nach einem Auslieferungsantrag und dem Abschluss anderer Verfahren gegen ihn in Polen reiste er im September 2018 freiwillig aus und stellte sich an der deutsch-polnischen Grenze der Bundespolizei. Seither saß er in Oldenburg in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen verweigerte er die Aussage.

Werkzeug und Diesel

Zur Anklage gehörte auch der Einbruch auf dem städtischen Bauhof Wildeshausen vom 20. auf den 21. März 2014, wo Werkzeuge, Maschinen und Diesel im Wert von 45 000 Euro gestohlen wurden. Ähnliche Diebesgut wurde am 9. April 2014 auf dem Vechtaer Bauhof erbeutet. Der Wert: 50.000 Euro. Dagegen wurde bei einem Einbruch vom 19. auf den 20. März 2014 in Wardenburg „nur“ Kaffee für 40 Euro entwendet; bei einem zweiten Einbruch in derselben Nacht in Wardenburg wurde nichts gestohlen.

Nach dem Einbruch in Wildeshausen und einem Artikel in der Zeitung hatten sich zwei Anwohner des Bauhofes bei der Polizei gemeldet. Ihnen war in der Nähe ein verdächtiger weißer Transporter aufgefallen. Ein Zeuge hatte eine Person am Steuer gesehen und ein polnisches Kennzeichen erkannt.

Über das Kennzeichen kamen die Ermittlungen auf den Angeklagten und seinen Begleiter. Die zwei Männer waren nachts öfter mal in verschiedenen Orten der Region von der Polizei kontrolliert worden. In Ganderkesee hatte eine Streife drei Tage vor dem Einbruch in Wildeshausen sogar Fotos ihrer Schuhsohlen gemacht. Der Fußabdruck eines identischen Schuhmodells wurde auch nach dem Einbruch auf dem Wildeshauser Bauhof sichergestellt. Beute wurde aber nie im Fahrzeug der beiden Männer gefunden.

Funkzellen ausgewertet

Über eine Funkzellenauswertung konnte die Polizei feststellen, dass die Handys der Männer während der Tatzeiten in Wildeshausen, Vechta und Wardenburg in der Nähe der Tatobjekte eingeloggt waren. Beweise für eine persönliche Tatbeteiligung des Angeklagten konnten aber nicht erbracht werden. Die Zeugen aus der Nachbarschaft des Wildeshauser Bauhofs hatten den Angeklagten nicht gesehen. Lediglich beim Einbruch im Bauhof in Verden konnte die Polizei DNA-Spuren von dem Mann sicherstellen, mit dem der Angeklagte ständig unterwegs war.

Letztlich kam auch der Staatsanwalt zu der Erkenntnis, dass die Indizien nicht für eine Verurteilung ausreichten. Nach dem Freispruch hob die Richterin den Haftbefehl auf. Die Kosten trägt die Staatskasse. Der Pole kann in seine Heimat zurückkehren.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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