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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

Wohnungseinbruch während Freigangs

25.02.2017

Dötlingen /Wildeshausen /Oldenburg „Wir alle sind in Gottes Hand.“ – Das waren die letzten Worte eines Serien-Einbrechers vor Gericht, der nun wegen seiner letzten Tat in der Gemeinde Dötlingen zweieinhalb Jahre länger im Gefängnis bleiben muss. Ein entsprechendes Urteil des Amtsgerichtes in Wildeshausen hat das Oldenburger Landgericht am Freitag in zweiter Instanz bestätigt. Wegen früherer Taten verbüßt der Angeklagte zurzeit eine Haftstrafe von sechs Jahren. Im Anschluss daran wird die Strafe von gestern vollstreckt.

Zwanzig Jahre seines Lebens hat der 45-Jährige bereits im Gefängnis verbracht. Den Wohnungseinbruch im Juni 2015 in der Gemeinde Dötlingen hatte der Angeklagte nach Überzeugung des Gerichtes während eines Freiganges verübt. Andere Einbrüche in dieser Zeit konnten ihm nicht nachgewiesen werden. Zwar waren an den jeweiligen Tatorten Schuhabdrücke sichergestellt worden. Der Angeklagte soll aber in der Justizvollzugsanstalt seine Schuhe zerschnitten und in der Toilette entsorgt haben.

Dagegen geht der Einbruch in der Gemeinde Dötlingen nach Auffassung des Gerichtes eindeutig auf das Konto des Angeklagten. Bei seiner Festnahme war ein Schraubendreher in seinem Besitz, der bei dem Einbruch in Dötlingen verwendet worden war. Am Tatort war auch ein weißes Fahrrad gesehen worden. Auch das war bei seiner Festnahme in seinem Besitz. Der Angeklagte wollte dieses Mal unschuldig sein. Man glaubte ihm aber nicht.

Die Bewohner des Hauses in der Gemeinde Dötlingen waren im Urlaub gewesen. Die Masche des Angeklagten: Er klingelt an der Haustür. Wird geöffnet, fragt er nach einem Fast-Food-Restaurant, wird nicht geöffnet, steigt er ein. Früher war der Angeklagte noch anders vorgegangen. Da suchte er in Todesanzeigen nach der Zeit für die Beerdigung. So vor Jahren in Wardenburg: 13,6 Kilogramm Silberbesteck waren ihm in einem Trauerhaus in die Hände gefallen. Mit einem Sack hatte der Angeklagte die Beute abtransportiert, um sie im Wald zwischenzulagern. Spielende Kinder hatten sie aber gefunden, bevor der Angeklagte sie verwerten konnte.

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Landgericht Oldenburg | JVA