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Brandserie: Zwei Reetdachhäuser noch knapp gerettet

10.03.2011

ISERLOY Der Schock sitzt tief: Gleich an drei Stellen hat am Mittwochmorgen der unbekannte Serien-Brandstifter in der Gemeinde Dötlingen zugeschlagen. „Alle sind sehr betroffen“, schilderte Bürgermeister Heino Pauka die Stimmungslage. Noch am Morgen eilte er direkt an die Brandorte: eine Halle bei den Putenställen an der Straße Weizenland in Iserloy und eine Fachwerk-Scheune auf dem Tabken-Hof am Dötlinger Dorfring, beide komplett niedergebrannt. „Man kann nur hoffen, dass die Polizei diese Person schnell fasst“, sagte der Bürgermeister.

„Die Feuerwehren haben einen sehr guten Job gemacht“, lobte Pauka die hohe Einsatzbereitschaft der Feuerwehren Brettorf, Dötlingen und Neerstedt, Sie waren ab 5.27 Uhr im Dauereinsatz auf den Spuren des Brandstifters. In Dötlingen konnten sie im Ortskern dabei ein Ausweiten des Scheunenbrandes gerade noch verhindern.

Mit neun Fahrzeugen und 70 Mann rückten die drei Wehren zunächst nach Iserloy aus, wo eine erst vor kurzem gebaute Halle, halb gefüllt mit Strohballen sowie einigen Maschinen, bereits lichterloh in Flammen stand. Gemeindefeuerwehrpressewart Dirk Lüke berichtete vom schwierigen Aufbau der langen Wasserversorgung zu dem abgelegenen Putenstallkomplex. Die Straßenmeisterei sperrte die Iserloyer Straße ab, da die Leitung über die K 237 lief.

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Drei Fahrzeuge waren hier schon einsatzbereit aufgestellt worden, so dass sie gleich weiterfahren konnten. Das war eine Reaktion auf die Brandstifterserie vor zehn Tagen gewesen, so Lüke. Diese Maßnahme der Wehren erwies sich als weise, denn um 6.17 Uhr folgte die Alarmierung zum Dötlinger Dorfring „Wenn man Tabkenhof hört, geht bei jedem Feuerwehrmann die Pumpe“ so Lüke. Auch hier brannte die Scheune beim Eintreffen der Wehren lichterloh. Die Einsatzkräfte konnten Schlimmeres verhindern, indem sie zwei reetgedeckte Häuser auf der anderen Seite des Dorfringes rasch nass machten. Dadurch gelang es, ein Übergreifen des Feuers durch den starken Funkenflug über den Dorfring zu unterbinden.

„Unfassbar, wie schnell das Feuer ausgebrochen ist“ , berichtete Nachbarin Ulrike Hollmann, wie sie den Brand erlebte. Noch gegen 5.45 Uhr, als sie mit ihrem Hund spazieren ging, sei alles friedlich wie immer gewesen. Dabei seien durchaus schon einige Dötlinger zu diesem Zeitpunkt unterwegs, zu dem der Brandstifter zuschlug. Als sie gegen 6.15 Uhr aus dem Fenster sah, stand die Holzscheune schon in Flammen. „Man hat Angst“, so die Dötlingerin über ihre Gefühlslage. „Man fragt sich: Was kommt als Nächstes?“. Schließlich sei der Brandstifter jetzt dicht an die Wohnbebauung gekommen.

Um 7.01 Uhr ging bei der FTZ die nächste Alarmierung ein. Am Eingangstor einer alten Brennerei am Brennereiweg in Aschen­stedt brannte es. Ein Autofahrer habe dieses Feuer entdeckt, so Dirk Lüke. Zum Glück blieb es beim Schaden an der Tür.

Sowohl in Iserloy als auch in Dötlingen wurden später mit Baggern, darunter ein Fahrzeug des Bauhofs, und Teleskopkränen die Strohballen auseinandergefahren und abgelöscht. Erst gegen 14 Uhr endete für die letzten der Feuerwehrkameraden dieser lange Einsatz.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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