Ahlhorn/Wildeshausen - Die Zukunft des Blockhauses Ahlhorn ist und bleibt für den Landkreis Oldenburg ein großes Thema. Das hat er am Dienstag mit einer Stellungnahme deutlich gemacht und zugleich unterstrichen, dass er die Gespräche über die Nachnutzung eng begleiten möchte. Die Mitteilung steht unter der Überschrift „Landkreis Oldenburg sieht sich in der Verantwortung für die Weiterentwicklung des Blockhauses“.
Zum 31. Mai war der Betrieb von der Evangelischen-Lutherischen Kirche Oldenburg endgültig stillgelegt worden, da die Kirche nicht länger Träger der defizitären Einrichtung sein möchte. Derzeit wird an einer Machbarkeitsstudie für künftige Nutzungen gearbeitet.
Konsens im Kreishaus
Sowohl die Kreispolitik als auch die Verwaltung bringen den Willen zum Ausdruck, an der zukünftigen Entwicklung mitzuwirken. Dies ist das Ergebnis aus dem Kreisausschuss, der bereits am 7. Juni tagte, sowie eines „regen Austausches“ der interfraktionellen Runde mit allen im Kreistag vertretenen Parteien. In der Stellungnahme heißt es: „Unisono sind Kreisausschuss und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gesprächsrunden einer Meinung, dass die Schwerpunkte in der Weiterentwicklung der Arbeit im Blockhaus Ahlhorn vor allem in der Kinder- und Jugendarbeit, in der historischen Aufarbeitung der Geschichte des Blockhauses und in der Umweltbildung gesehen werden. Diese Aspekte bilden den Kern der kommenden Arbeitsprozesse.“
Als nächster kurzfristiger Schritt werden Gespräche mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg, möglicherweise auch mit den beteiligten Projektentwicklern, genannt. Dabei sollen die Schwerpunkte der künftigen Arbeit dargelegt werden. Ebenso soll es um die wirtschaftliche Ausgangslage und die Pläne von Kirche und Projektentwicklern gehen, mit denen sich der Kreis abstimmen möchte. „Dabei findet eine enge Abstimmung mit der Gemeinde Großenkneten statt“, betont der Landkreis. Im Großenkneter Rat werden die Projektentwickler Anton Brinkhege und Marcus Henke ihre Ideen am nächsten Montag, 28. Juni, 17 Uhr, in öffentlicher Sitzung im Gasthaus Kempermann vorstellen.
Zügige Gespräche
Der Landkreis betont: „Trotz des Rückzuges der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg wird seitens des Landkreises Oldenburg eine Beteiligung der Kirche angestrebt. Um möglichst wenig Zeit zu verlieren, sollen kurzfristig erste und bedarfsweise sehr zügig weitere Gespräche stattfinden.“
