BOOKHOLZBERG - Drei Ereignisse waren prägend für die Entwicklung der Ortschaft Bookholzberg, betonte Hans Kragl während seines Dia-Vortrages „Bookholzberg damals und heute“ am Freitag in der Gaststätte Krafft.

„Erst die Urbarmachung des Moores zwischen Geest und Marsch hatte dazu geführt, dass der Riegel nach Norden aufgebrochen wurde“, schilderte er bei dem durch den Orts- und Heimatverein Bookholzberg-Grüppenbühren organisierten Vortrag. Davor hatte Bookholzberg nur wenig Kontakt zur Außenwelt. „Die Flämische und die Friesische Heerstraße führten alle an Grüppenbühren und Bookholzberg vorbei, deshalb lagen wir am Hasbruch lange abseits.“ Neben der Urbarmachung des Moores sei der Bau der Eisenbahnstrecke im Jahr 1867, zwischen Bremen und Oldenburg, ausschlaggebend gewesen. Bis dahin stellten nur Sandwege eine Verbindung mit den umliegenden Ortschaften dar. „Bookholzberg war nun durch den Bahnhof mit dem Rest der Welt verbunden“, berichtete Kragl. Im Jahre 1910 wurde eine Bahnüberführung gebaut, und im Jahre 1937 ein weiteres Gleis für Sonderzüge. Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Bahnüberführung zerstört, bevor sie nach Kriegsende durch die Engländer wieder behelfsmäßig

aufgebaut wurde. 1959 bekam Bookholzberg dann endgültig eine neue Brücke, mit einigen Innovationen. Kragl: „Wir haben zwar kein Bahnhofsgebäude mehr, dafür aber eine Brücke zum Bahnsteig hinunter. Statt dem Schaltergebäude haben wir jetzt zwei Aufzüge.“

Als dritten Entwicklungsschritt betrachtet Kragl den Bau der Autobahn in den siebziger Jahren, die zu größeren Verkehrsströmen auch in Bookholzberg führte. „Wir haben, so sagen die Geographen, eine gute Verkehrslage“. Der Vortrag war mit etwa 50 Personen gut besucht. Zum Abschluss wurden Fragen gestellt, die Kragl bereitwillig beantwortete.