BOOKHOLZBERG - Ausgerechnet beim Sommerfest ließ sich der Sommer in Bookholzberg nur selten blicken: „Nun haben wir schon beide Kirchen in unmittelbarer Nähe – trotzdem klappt es mit dem Wetter nicht“, haderte Dietmar Mietrach, Vorsitzender des Sommerfestvereins, bei der Eröffnung am Sonnabend vor der Friedenskirche mit den äußeren Umständen. Aber nicht lange: Denn die meisten Bookholzberger ließen sich durch gelegentliche Regenschauer nicht vom Feiern abhalten.

Der Flohmarkt indes litt ein bisschen unter den Witterungsverhältnissen: Auf dem Friedensweg und entlang der Stedinger Straße klafften einige Lücken zwischen den Ständen und Pavillons.

Dichtes Gedränge herrschte dafür vor den Bühnen. Für Unterhaltung sorgten u.a. der Spielmannszug Bookholzberg, die Kindergärten Sonneninsel und St. Bernhard, Fred Molde mit irischer Folkmusik, die Bauchtanzgruppe der regioVHS sowie Turn- und Tanzgruppen des VfL Stenum. Am Nachmittag zog Parodist Markus Weise vor allem das junge Publikum in seinen Bann beim „Kinderquatsch mit Markus“.

Erstmals hatte sich der Sommerfestverein mit Hude einen Partnerort ins Boot geholt. Daniel Caspers von der Touristik-Palette der Nachbargemeinde nahm das Angebot dankbar an, um für die kulturellen und touristischen Reize Hudes zu werben: „Vor allem mit unseren Gartenerlebnissen wollen wir auch andere Gemeinden erreichen“, sagte er.

Dietmar Mietrach hat er schon erreicht: „Wenn ich nicht in Bookholzberg leben würde, würde ich nach Hude ziehen“, scherzte er. Künftig solle es jedes Jahr einen Partnerort fürs Sommerfest geben, kündigte der Vereinsvorsitzende an: „Das soll ein Fest für die ganze Region sein.“

Doch nicht nur geographisch ist das Sommerfest ein Integrationsfaktor, sondern auch gesellschaftlich: „Das bringt das ganze Dorf zusammen“, freute sich Mietrach. Besonders aktiv dabei waren auch diesmal wieder die Bookholzberger Jugendlichen, speziell jene aus dem „Kaffeepott“. Mietrach: „Die helfen wirklich überall mit.“ Sie profitieren aber auch vom Sommerfest, denn der Erlös kommt überwiegend den Kindergärten und dem „Kaffeepott“ zugute.