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nordwest-zeitung

Großbrand in der Gemeinde Ganderkesee Wohnhaus in Neu-Holzkamp vollständig zerstört

Neu-Holzkamp - Zu einem Großbrand mussten in der Nacht zu Samstag rund 70 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr ausrücken: Auf einem Resthof in Neu-Holzkamp stand der Altbau eines Gebäude-Ensembles bei Eintreffen bereits in Vollbrand und die Flammen drohten auf ein angrenzendes Wohnhaus überzugreifen.

Gegen 2.45 Uhr war die Alarmierung erfolgt. „Zunächst hatte es geheißen, es gebe neun Verletzte“, berichtet Einsatzleiter Axel Hollmann. Das habe sich glücklicherweise als Falschmeldung herausgestellt – tatsächlich seien die Gebäude unbewohnt gewesen, so der Ganderkeseer Ortsbrandmeister weiter.

Altgebäude brennt nieder

Während das Altgebäude, in dem sich unter anderem eine Sauna befunden hatte, vollständig zerstört wurde, konnten die Einsatzkräfte der Ortswehren Ganderkesee, Havekost-Hengsterholz, Falkenburg und Bergedorf das Feuer dahingehend unter Kontrolle bringen, dass der neuere Anbau, der laut Hollmann zu Beginn des kommenden Jahres vermietet werden soll, komplett erhalten werden konnte. Gleiches gilt für eine benachbarte Scheune, in der Holzhackschnitzel gelagert sind.

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„Wir wären nicht mehr sicher ins Gebäude gekommen“, erklärt Hollmann mit Blick auf den lichterloh brennenden Altbau. Dazu beigetragen, dass die Zerstörung bereits zu weit fortgeschritten war, habe auch, dass das Haus nicht mit Rauchmeldern ausgestattet war und das Feuer somit erst spät entdeckt wurde. Erschwert hat die Löscharbeiten, bei denen auch die Drehleiter im Einsatz war, die im Außenbereich vielerorts komplizierte Löschwasserversorgung. „Ein Nachbar half mit seiner Zisterne aus“, so Hollmann.

Im Einsatz waren neben Feuerwehr und Polizei auch die Schnelleinsatzgruppen der Ortsverbände Ganderkesee und Hude des Deutschen Roten Kreuzes, die die Verpflegung der Feuerwehrleute sicherstellten. Zu Brandursache und Schadenshöhe konnte die Polizei am Wochenende noch keine Angaben machen. Die Ermittlungen wurden noch in der Nacht aufgenommen.

Brand in der Gemeinde Ganderkesee

Gegen 7 Uhr waren die Löscharbeiten offiziell beendet – was für die Feuerwehrleute jedoch noch nicht das Ende ihres Einsatzes bedeutete. So waren nicht nur die üblichen Nacharbeiten zu erledigen: Auf einem Seitenweg hatte sich während der Löscharbeiten ein Schlauchwagen festgefahren, der noch aus dem matschigen Untergrund befreit werden musste, wie Axel Hollmann berichtet. Gegen Samstagmittag sei der Einsatz dann tatsächlich beendet gewesen.

Kritik wegen Martinshorn

Für Unmut in Feuerwehrkreisen sorgten am Samstag Postings in einer lokalen Facebook-Gruppe, in denen moniert worden war, dass die Feuerwehren in der Nacht mit Martinshorn ausgerückt waren. „Ich habe mich darüber maßlos geärgert“, sagt Udo Klose, der als Mitglied der Ortswehr Ganderkesee zu den ersten Kräften am Einsatzort zählte. „Man steht nachts auf, Kameraden fahren morgens gleich vom Einsatz zur Arbeit – und dann so etwas!“ Ganz abgesehen von der Geringschätzung, die aus derartigen Kommentaren spreche: Die Einsatzfahrt ohne Martinshorn sei überhaupt nicht erlaubt, so Klose.

Karoline Schulz
Karoline Schulz Redaktion Ganderkesee
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