Brettorf - „Nun warten wir schon einige Jahre auf den Radweg entlang des Stedinger Weges bis nach Iserloy. Aber noch ist nichts passiert.“ Mit diesen Worten hat Andreas Meyer im Namen der Nachbarschaft Stedinger Weg/An der alten Post in Brettorf am Samstag den „politischen Dialog“ mit 50 Teilnehmern eröffnet.
Seit 2018 ist der Radweg „Stedinger Weg Süd“ beschlossene Sache und liegt als Planung in der Schublade des Bauamtes. Für die Finanzierung fehlten bislang Zusagen aus möglichen Fördertöpfen, aber auch noch einzelne Grundstücke. Für die Anwohner eine unbefriedigende Aussage, denn nun werde es notwendig, etwas zu tun, sind doch mehr als 35 Kinder an beiden Straßen auf einen sicheren Schulweg und eine verbesserte Verkehrssituation entlang der viel befahrenen Straße angewiesen. Und die Tendenz zeige nach oben. Am alten Postweg wird gebaut und damit ist weiterer Nachwuchs zu erwarten.
Förderung für Radweg?
Wie Bürgermeister Ralf Spille (CDU) erklärte, gebe es zurzeit vielleicht bessere Förderansätze, als noch vor Jahren. „Doch das kann sich schnell wieder ändern. Günstig ist auch, dass wir in Kürze noch fehlende Grundstücksverhandlungen führen werden. Gelingen die, können wir handeln.“
Im Haushalt stehen im investiven Bereich 800 000 Euro als Ansatz. Dass die Zeit gut sei, verschiedene Fördertöpfe anzupicken, betonte auch Landratskandidat Christian Pundt. „Wer jetzt abruft, wird die Gelder wohl auch bekommen.“ Es sei Bewegung in den Fördertöpfen, Geld sei vorhanden, es gebe einen Umschwung, stellten auch die beiden Bürgermeisterkandidaten für Dötlingen, Antje Oltmanns und Andreas Krems, heraus.
Zur Sprache kam auch, dass von den Iserloyern eine sichere Querung der Landesstraße am Abzweiger Stedinger Weg gewünscht wird. Der Effekt sei, das gefahrene Tempo würde dort gesenkt.
Ferner wurde der bestehende Fuß- und Radweg vom Bahnhof Richtung Ortsausgang am Stedinger Weg als zu gefährlich bezeichnet. Er sei zu eng, habe viele Grundstücksausfahrten und werde deshalb von Radfahrern gemieden. Als Entschärfung regten die Anwohner auf der gegenüberliegenden Seite eine Radfahrerspur an – eventuell auch unter Einbezug der Straßenfahrbahn. Hier sollen Politik und Verwaltung eine Möglichkeit und eine zeitnahe Umsetzung des Radwegebaus prüfen. „Wir bitten deshalb um Priorisierung der Haushaltsmittel in diese Richtung und werden dies aufmerksam verfolgen“, sagte Meyer, der wie die anderen Anlieger in Zeiten der Kommunalwahl auf offene Ohren der Politiker hofft. Ratsvertreter aller Fraktionen waren zu dem Ortstermin erschienen.
Arbeitskreis tagt
Nach Angaben des Bürgermeisters tagt in 14 Tagen der Arbeitskreis Schulweg-Sicherheit. Dann soll das Thema auf den Tisch. Allerdings schränkte er ein: „Das ist kein Selbstläufer und auch eine Aufgabe für den Rat.“
Aus der Runde der Teilnehmer kam zum Schluss noch ein anderes Thema auf. Hinterfragt wurde ein Windparkvorhaben eines Grundstücksbesitzers in Birkenbusch. Alle Ratsfraktionen signalisierten, dass es in diesem Punkt keinerlei Zusagen gebe.
