Brettorf/Landkreis - Nach der Kritik von dem Vorsitzenden des AfD-Kreisverbands Oldenburg-Land, Harm Rykena, an der geplanten Demonstration gegen die angekündigte AfD-Delegiertenversammlung in Brettorf meldet sich jetzt Jens Heinefeld zu Wort: Das Vorstandsmitglied der Dötlinger CDU ist Initiator von „Bündnis Buntes Brettorf“, das am kommenden Samstag, 2. Juli, 12 Uhr ab Bahnhof Brettorf, zum Protest aufruft.
„Antidemokraten“
„Man hat manchmal den Eindruck, Herr Rykena hätte sich verlaufen und weiß selber gar nicht mehr, in welcher Partei er eigentlich Mitglied ist“, schreibt Heinefeld. „Hier noch einmal zur Verdeutlichung: Einer der Gründerväter der AfD, Hans-Olaf Henkel, ehemaliger BDI-Präsident, sagte bereits vor einigen Jahren, dass die Entwicklung der AfD in Richtung einer NPD absehbar sei. Herr Henkel ist bereits wieder ausgetreten. Ihr ehemaliger Parteichef Lucke sagte, dass die AfD zu einem Schmutzfänger auf der rechten Seite verkommen sei, auch er ist ausgetreten. Noch ein letztes Zitat von Manfred Güllner, dem Chef des Forsa-Meinungsforschungsinstitutes, der deutlich sagte, dass zwei Drittel der AfD eindeutig das demokratische parlamentarische System ablehnten, er wurde sogar deutlich: Das sind Antidemokraten.“
Beispiel aus Cloppenburg
Als „bemerkenswert“ erachtet Heinefeld das Verhalten von AfD-Kommunalpolitikern. So sei ein ehemaliger Ratsherr im Landkreis Cloppenburg während einer Ratssitzung in einem T-Shirt erschienen, auf dem „ACAB“ gestanden habe, was für „All Cops are Bastards“ (Alle Polizisten sind Bastarde) stehe. „Der Ratsvorsitzende der CDU schmiss ihn sofort raus. Der Ex-AfD-Ratsherr tat ahnungslos, er war aber vorher schon des Öfteren in Auseinandersetzungen mit der Polizei geraten.“ Solche Personen in der Partei seien keine Einzelfälle. Heinefeld betont, dass die AfD inzwischen vom Verfassungsschutz überwacht wird. „Ich bleibe dabei, jeder Wertkonservative, der heute noch Mitglied Ihrer Partei ist, sollte sich schämen“, meint er.
