Ganderkesee/Immer - Ganderkesees Schützen wollen sich vom Coronavirus nicht länger ausbremsen lassen: Nach zwei pandemiebedingten Absagen in Folge – 2020 und 2021 – will der Ganderkeseer Schützenbund am Wochenende 28. und 29. Mai nun endlich das Bundesschützenfest nachholen. Ausrichter ist der Schützenverein Bürstel-Immer. Auf das Festhalten am vorgesehen Termin trotz des derzeitigen Infektionsgeschehens haben sich jetzt der Schützenbund und der SV Bürstel-Immer geeinigt, teilt Schützenbundpräsident Heino Brachkahn mit.
Hand in Hand geplant
„Wir machen das Hand in Hand“, sagte er und betonte, dass man sich an alle gesetzlichen Regelungen halten werde. Beschränkungen gäbe es indes keine mehr, zudem sei der Wunsch vonseiten der Schützenbundmitglieder nach dem Fest groß. Brackhahn: „Und wir sehen uns auch gegenüber unseren Wirten und Schaustellern verpflichtet, endlich wieder Veranstaltungen durchzuführen.“ Schützenfeste seien nun wieder möglich, auch die Stadien seien ja längst schon wieder voll. Und der Fasching plane in diesem Sommer gar eine dreitägige Großveranstaltung.
Ende März, bei der Hauptversammlung des Schützenbundes, hatte es noch nicht nach einer großen Feier ausgesehen. „Damals galten noch Corona-Beschränkungen, ein Fest mit Maske oder Einlasskontrollen hätten wir uns nicht vorstellen können“, erläuterte Carsten Wichmann, Vorsitzender des SV Bürstel-Immer. Zudem habe er nach Auslaufen der damaligen Corona-Verordnungen noch mit anschließenden Beschränkungen durch eine ,Hotspot-Regelung’ gerechnet. Die sei glücklicherweise ausgeblieben.
Corona als Dauerzustand
Wichmann: „Corona ist nicht vorbei und wird es auch 2023 noch geben. Ich glaube aber nicht, dass bei unserer Veranstaltung, die zu einem Teil ja auch im Freien stattfindet, das Infektionsrisiko hoch ist.“ Bis zum Bundesschützenfest seien es zudem noch mehr als fünf Wochen, Infektionszahlen gingen sicher noch weiter runter. Gleichwohl seien sich die Veranstalter bewusst, dass sie möglicherweise auf den einen oder anderen vorsichtigen Gast verzichten müssten. Wichmann: „Die Teilnahme liegt selbstverständlich im Ermessen einen jeden einzelnen Mitglieds“.
