Gespannt beobachteten die Bewohner des Kreisaltenheims in Wildeshausen, was sich am Montagvormittag in ihrem Garten ereignete: 14 Schüler der Wildeshauser Hauptschule waren gekommen, um den Außenbereich mit Stehlen aus Metall und Ton zu verschönern. „Bereits im September haben die Schüler Skizzen der Stehlen in der Einrichtung gezeigt. So konnten die Bewohner mitentscheiden und aussuchen, welche Dekoration ihnen gefällt“, erzählte Harald von Ohlen, Einrichtungsleiter des Kreisaltenheims. Unterstützt wurden die Schüler von Lehrerin Andrea Theis. „Unsere Schülerfirma hat verschiedene Abteilungen, unter anderem eine für die Verarbeitung von Ton. Einmal pro Woche kommen die Schüler dafür zusammen“, erklärt sie. Im Unterricht haben die Zehntklässler insgesamt sieben Stehlen gefertigt. Mehrere Arbeitsschritte seien bis zur Fertigstellung erforderlich gewesen: Nach dem Formen und Brennen wurden die Figuren bemalt und zusammengesteckt. Aufgestellt wurden sie im Eingangsbereich des Kreisaltenheims und im Garten, wo sich die Bewohner täglich daran freuen können.

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Zum zweiten Mal waren sie zu einem Fest in der Baptistenkirche am Anemonenweg eingeladen: Flüchtlinge aus den Kriegs- und Verfolgungsländern. Gemeinsam wurden Salate zubereitet, die Kinder bastelten Osterhasen und bemalten Ostereier, andere dekorierten den „Festsaal“ und deckten die Tische, berichtete Maria Schütte von der Evangelisch-Freikirchlichen Baptistengemeinde. Dann begann das Festessen mit über 80 Personen. Die angerichteten Salate und viele mitgebrachte Speisen fanden reichlich Zuspruch. Auch die Verständigung bereitete kaum noch Probleme: Mit ein paar Worten wurde der Zusammenhang zwischen „Ostereiern“ und dem christlichen Osterfest erklärt. Den abschließenden Höhepunkt bildete die Solotanz-Darbietung einer jungen Iranerin, die als Christin zu der gastgebenden Gemeinde gehört.

Heller Tag mit offenen Augen, durch die Marsch mit allen Sinnen“, so beginnen die Zeilen der Kurzprosa „Frühlingsgang“ aus der Feder von Maria Anna Stommel aus Wildeshausen. Zeilen, die die Autorin und zugleich Mitglied der Autorengruppe „Workstatt Oldenburg“ am Freitagabend in der Volkshochschule Wildeshausen vorstellte. Ein bisschen aufgeregt zeigte sich Stommel dann doch. Als Autorin ist die Wildeshauserin schon seit vielen Jahren aktiv. Doch öffentlich tat sie bislang wenig von dem kund, was aus ihrer Feder stammt. Diese eigenen Texte einem Publikum vorzustellen, dazu noch in der Heimatstadt, war für Anna Maria Stommel eine Probe aufs Exempel.

Mitgebracht hatte sie ein kleines Heftchen mit Gedichten und Kurzprosatexten. Themenkreise waren Natur, Liebe, Kritisches, Gedanken und Heiteres. Ein breites Spektrum, das viel Anlass zum Nachdenken aber auch für Gespräche an diesem Abend bot. Kritische Anmerkungen zu aktuellen Um- und Zuständen waren an diesem Abend von der Autorin durchaus gewünscht. „Die Zuhörerinnen und Zuhörer sollen zu Wort kommen. Gerade ein lebendiger Austausch zwischen Publikum und mir ist für mich der Beweis für die „Lebensfähigkeit“ eines literarischen Textes“, gab Stommel vor der Lesung zu verstehen. Da passten auch skurrile und leichtfüßige Texte in den Abend bestens hinein. Ebenso die selbstbegleiteten Lieder und einige Lichtbilder, die musikalisch und auch visuell den Abend auflockerten.

Für die Autorin steht bereits ein weiterer literarischer Höhepunkt in diesem Jahr an. Sie plant Mitte des Jahres einen Lyrikband unter dem Titel „Freimütig gesprochen“ zu veröffentlichen.

Baufolie, Fahrrad-Überreste, Einweg-Grills und jede Menge Flaschen von Kohlfahrern: Was die Jugendgruppe des Fischereivereins Wildeshausen kürzlich so an Müll aus dem Unterholz rund um die Gewässer der Kreisstadt zog, füllte einen Autoanhänger voll. Am Huntestrand in Höhe des Alten Amtshauses, rund um den Stadtgraben in Zwischenbrücken und beim kleinen Wäldchen an der Pionierbrücke sah es stellenweise besonders schlimm aus. Mit Handschuhen und Eimern ausgerüstet, durchforsteten die 14 Jungs und sieben erwachsene Helfer das Gestrüpp, berichtete Pressewart Thomas Kaiser. Die drei Jugendwarte Roger Knoblauch, Heiko Bitter und Waldemar Lenz freuten sich über den Einsatz ihrer Schützlinge, die sich am Ende eine Stärkung im Fischerheim redlich verdient hatten. Bei den Wildeshauser Anglern hat die Umwelt-Aktion schon eine lange Tradition: Seit Anfang der 80er-Jahre sammelt die Nachwuchs-Truppe immer im Frühjahr gemeinsam Müll ein.