Winkelsett - Bei Insa Iserns „ButscherWerk“ geht es darum, mit Kindern in den Wald zu gehen und diesen gemeinsam zu erleben. Seit 2018 bietet die gelernte Bauernhofpädagogin verschiedene Aktionen in Winkelsett an. Doch durch Corona hat sich in ihrer Arbeit einiges verändert.
Als es mit der Pandemie losging, habe sie erst einmal geschlossen, erzählt die 42-Jährige. Sie habe viel hin und her überlegt, das „ButscherWerk“ sogar einmal online angeboten. „Ich bin mit dem Smartphone in den Wald gegangen und habe die Kinder per Zoom mitgenommen“, erinnert sich Insa Isern. Das habe zwar auch funktioniert, sei aber nicht das Erleben wie sonst gewesen. Zwischenzeitlich hat sie immer mal wieder coronakonforme Angebote gemacht und das „ButscherWerk“ geschlossen, je nachdem, wie die Lage war.
Weiterbildungen
Die Pausen hat sie anderweitig genutzt: für Weiterbildungen. Die Pädagogin ist nun auch Entspannungstrainerin Wald und Natur für Erwachsene und für Kinder. Außerdem habe sie den Verein Erfahrungsfeld Bauernhof unterstützt, „weil ich es stark finde, was die Bauernhofpädagogen machen“. Zurzeit macht sie zudem eine dreimonatige Weiterbildung inklusive Hospitationen: eine Mentorenausbildung der Landwirtschaftskammer. Damit kann sie die neue Generation der Bauernhofpädagogen mit anleiten, wenn diese ihre praktischen Erfahrungen sammeln.
Seit Anfang des Jahres hat Insa Isern auch ihr „ButscherWerk“ wieder mehr geöffnet. „Und es startet gut, ich freu mich richtig. Man merkt, dass die Kinder das wollen und Lust drauf haben, das ist echt schön.“ Bis März bietet sie nur feste Gruppen an, mit denen sie an fünf Terminen etwas macht. „Es ist ein schönes Arbeiten, die Kinder kennen sich und entwickeln ganz anders Freundschaften“, sagt die Pädagogin. Trotzdem möchte sie, „hoffentlich nach den Osterferien“, auch wieder Einzelaktionen anbieten.
Zurzeit nutzt sie außerdem nicht die Räume, die sie sonst bei schlechtem Wetter mit den Kindern aufsucht. Stattdessen bauten sie gemeinsam im Wald Dachüberstände mit Planen und Seilen auf, um geschützt zu sein.
Entspannungskurs
Als Nächstes startet im März ein neuer Plattdeutschkurs für Kinder, für den sich Interessenten noch anmelden können (über www.butscherwerk.de). Die Idee dazu hatte Insa Isern, weil eine ihrer drei Töchter Platt spannend finde und dadurch eine sehr gute Verbindung zu ihrem Großvater habe. Den Kurs macht die 42-Jährige allerdings nicht selbst, sondern eine freiberufliche Mitarbeiterin, die dafür an fünf Terminen mit den Kindern ebenfalls in den Wald geht. Einer der Termine ist als Familientreffen geplant. Für die neuen Angebote nach den Osterferien startet die Anmeldung über die Homepage ebenfalls bald.
Mehr ins Boot holen möchte Insa Isern die Eltern – mit einem vierwöchigen Entspannungskurs. Einmal in der Woche wird sie abends mit den Teilnehmenden in den Wald gehen. Gerade durch Corona hätten viele gemerkt, dass raus gehen und dabei „runter kommen“ wichtig ist. Esoterisch wird dieser Kurs allerdings nicht werden: „Ich bin eher pragmatisch“, sagt die Bauernhofpädagogin lachend.
Außerdem plant sie, Englisch und Yoga im Wald anzubieten. Ideen sind also viele da und man glaubt es, wenn Insa Isern sagt: „Das ,ButscherWerk’ ist mein Herzensprojekt.“
