Landkreis/Oberlethe - „Der Landkreis Oldenburg muss sich unverzüglich mit der Zukunft der Räumlichkeiten der Letheschule in Wardenburg befassen“, das fordert die CDU-Kreistagsfraktion nach einem Informationsbesuch an der Förderschule des Landkreises in Oberlethe, die im Jahr 2028 ausläuft. Schulleiterin Alla Weers versorgte die Kommunalpolitiker mit den notwendigen Informationen über die Bildungseinrichtung in Trägerschaft des Landkreises.
„Es ist eine Fehlentscheidung der rot-grünen Koalition in Hannover, den Elternwillen zum Besuch der Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen in Kenntnis der aktuellen Entwicklung der Beschulungsbedarfe abzuschaffen, aber man müsse mit der Entscheidung umgehen“, stellt Fraktionsvorsitzender Dirk Vorlauf fest.
Guter Gebäudezustand
Die Fraktionsmitglieder konnten sich bei der Besichtigung vom guten baulichen Zustand beider Gebäude überzeugen. Grundsätzlich seit das Potenzial für weitere Nutzungen, zum Beispiel die Nachnutzung im Förderschulbereich, denkbar. Die Entscheidung müsse zeitnah getroffen werden, um den jetzt an dieser Schule tätigen Lehrkräften gegebenenfalls eine Perspektive an dieser Schule zu geben und ein Weggehen des Fachpersonals zu verhindern.
Nachdem die Kreisverwaltung eine Zunahme der Förderbedarfe mit Schwerpunkt Geistige Entwicklung, verbunden mit einer Verknappung der Ressourcen am Standort Hude, prognostiziert, sollte geprüft werden, ob es erforderlich wird, einen zusätzlichen Standort in Oberlethe zu schaffen und die Schule zu erhalten. Die CDU-Fraktion spricht sich daher dafür aus, den Bedarf genauer zu ermitteln und zu prüfen, mit welchem finanziellen Aufwand ein Umbau für eine andere Nutzung in anderen Schulformen umsetzbar ist.
Zweiter Schulstandort?
Eigentlich hatte der Schul- und Kulturausschuss des Landkreises das Thema am Dienstag behandeln wollen, musste diesen Punkt jedoch kurzfristig von der Tagesordnung nehmen. Aktuelle Schulentwicklungsplanungen der kreisangehörogen Gemeinden liegen dem Kreis derzeit noch nicht vor, heißt es in der Sitzungsvorlage. Darin regt die Kreisverwaltung an, über eine mögliche Einrichtung eines zweiten Förderschulstandortes mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung – neben Hude – am derzeitigen Standort in Oberlethe nachzudenken. Denn Prognosen deuten darauf hin, dass die Förderschule in Hude bereits im Schuljahr 2024/2025 ihre maximale Kapazität erreicht.
