Fraktionswechsel von Claudia Gladen im Stadtrat

Mit großer Verwunderung erfuhr ich heute aus der Zeitung, dass Frau Claudia Gladen, bisher Ratsfrau der UWG Fraktion in Wildeshausen, mit sofortiger Wirkung einen Fraktionswechsel zur Wildeshauser CDW vollzogen hat. Die angebrachten Gründe des Wechsels, wie die Organisation sowie Vorbereitung der politischen Themen in der UWG, hat man zu akzeptieren. Verwunderlich ist es allerdings schon, da Frau Gladen die Arbeit und Abläufe der UWG doch bereits seit Jahren kennt und dort aktiv mitgearbeitet hat. Verbesserungsvorschläge und organisatorische Änderungen hätte sie selbst vorantreiben können. (...)

Als Wähler der UWG fühle ich mich bei Frau Gladen allerdings hinters Licht geführt. Sie wechselt die Partei, gibt allerdings ihr Stadtratsmandat nicht auf. Nur zur Erinnerung: Frau Gladen wurde nicht von den Wählern direkt ins Stadtratsamt gehoben, sondern durch den Listenplatz 2 der UWG. Übersetzt heißt das, dass die Bürger der Stadt Wildeshausen nicht Frau Gladen gewählt haben, sondern die UWG. Jetzt würde man erwarten, dass Frau Gladen ihr Stadtratsmandat der UWG zurück gibt und der nächste auf der Liste übernimmt. Weit gefehlt, liebe Wähler in Wildeshausen. Frau Gladen vertritt nun mit dem Mandat der UWG-Wähler politische Interessen der CDW. Diese müssen nicht immer grundsätzlich anders sein, aber ich habe meine Stimme, und Sie vielleicht auch, der UWG gegeben. Ich fühle mich als Wähler betrogen.

Man stelle sich vor, dass Frau Gladen zur AfD gewechselt wäre. Ich hätte mit meiner Stimme dann der AfD, die ich persönlich als Gefahr für unsere Demokratie ansehe, zu einem Sitz im Stadtrat verholfen. Nun wechselt sie nicht zur AfD, aber ein Skandal bleibt es, wenn sie im Stadtrat bleibt. Ich gratuliere der CDW zu dem neuen Mitglied, fordere sie allerdings auf, mit Frau Gladen zu reden, damit das Mandat an die UWG zurückgegeben werden kann. Glaubwürdigkeit und Anstand unserer politischen Vertreter stehen auf dem Spiel. (...)

Siegfried Heger Wildeshausen