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Baubeginn in Colnrade Erster Spatenstich für neues Feuerwehrhaus

Ellen Dückers
Freuen sich über den Baubeginn der neuen Feuerwehr: Colnrades Bürgermeisterin Anne Wilkens-Lindemann (von links), Marvin Hartje von der Feuerwehr Colnrade, Harpstedts Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse sowie Jens Hüfner und Bernd Siemers vom Bauamt

Freuen sich über den Baubeginn der neuen Feuerwehr: Colnrades Bürgermeisterin Anne Wilkens-Lindemann (von links), Marvin Hartje von der Feuerwehr Colnrade, Harpstedts Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse sowie Jens Hüfner und Bernd Siemers vom Bauamt

Colnrade - „Was lange währt, wird endlich gut.“ Diese Worte findet Herwig Wöbse, Bürgermeister der Samtgemeinde Harpstedt, am Freitagmorgen beim symbolischen ersten Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus in Colnrade. Bauherr ist die Samtgemeinde, das Grundstück mit knapp 4000 Quadratmetern wird von der Gemeinde Colnrade zur Verfügung gestellt.

Im April dieses Jahres erteilte der Landkreis Oldenburg die Baugenehmigung. Im Juni erfolgte die abschließende Zustimmung zum Entwurf und auch die letzte Frage wurde mittlerweile geklärt: Bei Alarm erfolgt die Ausfahrt erfolgt über die Kreisstraße K5, die Parkplätze werden indes über den Kieselhorster Weg angefahren. „Ich habe das Projekt lange begleitet – es ist ein schöner Termin am Ende meiner Amtszeit“, sagt Wöbse.

Gut aufgestellt

Eigentlich sei der Baubeginn noch eine Woche vorher in Aussicht gestellt worden, so der Samtgemeindebürgermeister. Nun habe jedoch die Witterung besser gepasst. Bereits seit einigen Tagen ist die Firma Scheele aus Wildeshausen nun mit Erdarbeiten beschäftigt, hat bis Freitagmorgen schon einiges geschafft. „Der Handlungsbedarf ist groß“, sagt Wöbse, das alte Feuerwehrhaus sei sehr beengt gewesen. Er bedankt sich für die Planung: Natürlich habe es einige Zeit gedauert, räumt er ein, aber das Bauamt habe auch viele andere Baustellen und habe sich gut, etwa um die Abstimmung mit der Feuerwehr, gekümmert.

Zahlen zum Gebäude

Das neue Feuerwehrgerätehaus hat eine Gesamtfläche von 759,30 Quadratmetern. Die Fläche teilt sich in folgende Bereiche auf: Sozialtrakt (333,35 Quadratmeter), Fahrzeughalle (263,40) und Lagerfläche im Dachgeschoss (162,55).

Im Sozialtrakt sind folgende Räume untergebracht: Umkleide der Herren, Sanitärbereich der Herren, Umkleide der Damen und der Jugendfeuerwehr Mädchen, Sanitärbereich der Damen,   Putzmittelraum, ein b arrierefreies WC, ein Schulungs- und Besprechungsraum mit Teeküche, ein Räum der Jugendfeuerwehr, Umkleide der Jugendfeuerwehr Jungen, ein Lager, das Büro der Leitung sowie Flure.

Zur Fahrzeughalle gehören: neben der Halle (knapp 200 Quadratmeter) auch Werkstatt und Lager, Wäscheraum für Wäschebehälter (für kontaminierte Kleidung), Hausanschlussraum, Technikraum im Dachgeschoss sowie ein Vorraum.

Auch Colnrades Bürgermeisterin Anne Wilkens-Lindemann bedankt sich bei den Beteiligten: Sie freue sich, dass die Feuerwehr auf dem neuen Grundstück bald ihren bekanntermaßen mannigfaltigen Aufgaben nachgehen könne. Das neue Gebäude sei eine gute Motivation, weiterhin für die Feuerwehr tätig zu sein. „Ich denke, damit sind wir gut für die Zukunft aufgestellt.“

Auf den Erdbau folge der Rohbau mit Fundamenten und Bodenplatten, danach der Stahlbau, so Wöbse. Insgesamt 25 verschiedene Gewerke werden an dem Bau arbeiten. „Sie alle werden einzeln ausgeschrieben und vergeben“, erklärt er.

In einem guten Jahr, im Dezember 2022, soll der Bau fertig sein. Das neue Gebäude ist dann komplett barrierefrei begehbar.

Daneben sind 25 Stellplätze und ein barrierefreier Stellplatz sowie eine Fläche für 15 Fahrräder vorgesehen. Für die Einsatzfahrzeuge wird vor der Fahrzeughalle ausreichend Platz sein.

1,67 Mio. Euro Kosten

Die Kosten einschließlich der Planung wurden im vergangenen Jahr auf rund 1,67 Millionen Euro veranschlagt. Trotz der gestiegenen Baukosten und der Materialknappheit? „Die Preisspitzen und Lieferengpässe haben sich ein wenig beruhigt“, sagt Wöbse. Die Lage sei zumindest besser als noch vor drei Monaten. Eine gewisse Kostensteigerung sei damals mit eingerechnet worden.

Am Ende komme es aber auf die Ausschreibungen an. „Die Anzahl der Firmen, die sich auf eine Ausschreibung melden, wird geringer“, weiß er. Dennoch habe sich bislang immer mindestens eine Firma gemeldet. Beim Anbau der Kindertagesstätte Zwergnase liege man beispielsweise durchschnittlich im Rahmen der zuvor angegebenen Kosten.

Letztlich müsse allen klar sein, dass ein Haus allein keinen Brand lösche, sagt Wöbse. Dafür seien die ehrenamtlichen Feuerwehrleute zuständig – und die bräuchten dafür auch eine zeitgemäße Ausstattung und Räumlichkeiten. „Es ist ein guter Tag für Colnrade: Der Neubau erfüllt keinen Selbstzweck, sondern dient der Hilfe und Sicherheit aller.“

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