Colnrade - Eine öffentliche Erklärung derjenigen, die im Bau-, Umwelt und Planungsausschuss für den Einbau einer Sole-Wasser-Wärmepumpe und die Installation einer Photovoltaik (PV)-Anlage für das neue Feuerwehrhaus in Colnrade gestimmt haben, „dann jedoch innerhalb von acht Tagen ohne nachvollziehbare Begründung einen solchen Beschluss ablehnen“, fordert Götz Rohde, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Samtgemeinderat.
SGA will Erdgasheizung
Hintergrund: Der Bauausschuss hatte sich nach einem Vortrag der mit der Planung beauftragten Firma UTEC einstimmig für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe und eine PV-Anlage ausgesprochen. Im Samtgemeindeausschuss (SGA) am 1. Oktober folgte man dieser Empfehlung nicht: Dieses Gremium hat beschlossen, das Feuerwehrhaus mit einer Erdgasheizung auszustatten – was bei den Grünen Fragen aufwirft. Es sei nicht nachvollziehbar, wie der Samtgemeindeausschuss zu der Entscheidung kam, statt einer umwelt- und klimaschonenden Heiztechnik mit regenerativer Energie fossile Energieträger mit entsprechendem CO2-Ausstoß zum Einsatz zu bringen. „Da soll ein Feuerwehrhaus für übermorgen mit der Technik von vorgestern gebaut werden“ so Götz Rohde weiter.
Die Grünen-Fraktion hat daher beantragt, den durch den SGA gefassten Beschluss in Teilen aufzuheben, soweit dieser den Einsatz eines Brennwertkessels vorsieht. Der Samtgemeinderat habe am 12. Dezember 2019 einen Grundsatzbeschluss gefasst, wonach bei Neubauten für die Energieversorgung die Priorität in der Nutzung erneuerbarer Energien liege.
Kritik von Einwohner
Kritik am Beschluss des SGA kommt auch von einem Einwohner. Lutz Beckröge aus Kirchseelte schreibt in einem Offenen Brief an das Gremium: „Da die Entscheidung des SGA fast diametral zur Empfehlung des Bau-, Umwelt- und Planungsausschusses steht“ fordert er vom SGA oder Samtgemeinderat Aufklärung. Neben der Begründung der Entscheidung fragt er auch zudem ob „auch künftig solch relevante Fragestellungen und Entscheidungen von der Verwaltung, dem SGA und dem Samtgemeinderat als nicht bedeutsam eingestuft“ werden, so dass sie nicht öffentlich diskutiert werden.
