Colnrade - In der kleinsten Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Harpstedt hat sich der neue Gemeinderat konstituiert. Im Dorfgemeinschaftshaus in Colnrade leitete die bisherige Bürgermeisterin Anne Wilkens-Lindemann am Dienstagabend die Sitzung. Eingangs erhielt sie einstimmig das Votum, dieses Amt auch in der neuen Wahlperiode auszufüllen. Damit steht sie weitere fünf Jahre an der Spitze der Gemeinde. Dazu gehört dann auch, die Geschäfte des Gemeindedirektors mit zu übernehmen.
Unter dem Strich vereinfachten die Mitglieder des neuen Colnrader Gemeinderates die künftigen Beratungen, indem sie auf einen Gemeindedirektor verzichteten, ebenso auf die Bildung eines Verwaltungsausschusses und auf die Bildung von Ausschüssen.
Zudem verzichteten die neun Ratsmitglieder auch auf die Bildung von Fraktionen oder Gruppen. Durch die Bank waren sich die Ratsmitglieder zudem darüber einig, auch die Geschäftsordnung von 2011 unverändert zu beschließen.
Zwei Stellvertreter
Zum 1. stellvertretenden Bürgermeister wählte der Rat Matthias Grau und zum 2. Stellvertreter Leon Nixdorf jeweils einstimmig. Beide nahmen die Wahl an. Im neuen Gemeinderat haben Ole Dauskardt, Matthias Grau, Wolfgang Heinzl, Dagmar van’t Hull, Geritt Lindemann, Leon Nixdorf, Gerald Otto, Jörg Siegmann und Anne Wilkens-Lindemann ein Mandat inne. Alle gehören der Unparteiischen Wählergemeinschaft Colnrade (UPWC) an. Eingangs verpflichtete die Bürgermeisterin alle auf Amtsverschwiegenheit und das Mitwirkungs- und Vertretungsverbot.
In ihrem Bericht, noch aus der alten Wahlperiode, hatte Wilkens-Lindemann auf den Spatenstich für den Neubau der Freiwilligen Feuerwehr verwiesen. „Wenn alles normal und gut verläuft, werden wir Ende des kommenden Jahres ein neues Feuerwehrhaus übergeben können.“ Zuvor hatte sie außerdem Yves Nagel als neuen Samtgemeindebürgermeister in den Besucherreihen begrüßt. Ebenso Ingo Fichter, der die konstituierende Sitzung als 1. Samtgemeinderat beratend begleitete.
Hökermarkt wieder 2022
Zum Abschluss hatten die Einwohner noch das Wort. Zur Sprache kam die Nutzung des Dorfgemeinschaftshauses durch Ortsfremde zu einem sehr günstigen Kurs, wie es der Vorsitzende des SC Colnrade nannte. Aus Sicht der Colnrader Vereine wie der SC, Fischereiverein und die Feuerwehr sei es sinnvoll, die Hallenzeiten vorrangig an die eigenen Vereine zu vergeben und nicht an Ortsfremde.
Zudem wurde die Gründung eines Fördervereins zum Hökermarkt angesprochen, der ebenfalls durch die drei Ortsvereine getragen wird. Die Gründung des Fördervereins für die Hökermarkt-Förderer aus den Vereinen soll in den kommenden Monaten erfolgen. Angestrebt ist, 2022 wieder einen Hökermarkt zu veranstalten.
