Wardenburg - Einen Tag nach dem Brand einer Dachterrasse in Wardenburg ist die Ursache noch nicht abschließend ermittelt. Allerdings hat die Polizei offenbar einen begründeten Verdacht: Es sei derzeit nicht ausgeschlossen, dass ein Pappkarton, der auf der Dachterrasse stand, mit Kaminasche befüllt wurde und sich in der Folge die gestaute Wärme der Asche selbst entzündete, so ein Polizeisprecher.
Die Höhe des Schadens, der am Montagmittag an einem Wohn- und Geschäftshaus an der Oldenburger Straße entstand, ist noch nicht bekannt. Menschen wurden nicht verletzt.
Die Polizei rät zu Vorsicht beim Entsorgen von Asche. Vor der Entsorgung sollte diese mindestens 72 Stunden auskühlen. Bei größeren Mengen müssten der Asche mindestens fünf Tage Zeit zum Erkalten gegeben werden, um das Risiko einer Selbstentzündung zu minimieren.
Die Feuerwehr hatte am Montagmittag durch ihr rasches Eingreifen ein Ausbreiten der Flammen verhindert. Nach Angaben des Feuerwehrsprechers Tom Kramer war der Alarm um 12.13 Uhr ausgelöst worden. Rauch stieg aus dem Dach eines Anbaus des Geschäftshauses auf, als die ersten Feuerwehrleute eintrafen. Der Zugang zum Brandherd gestaltete sich schwierig, da er sich unter der Dachoberfläche befand. Über eine Drehleiter gelangten die Einsatzkräfte auf das Dach. Sie deckten es stellenweise ab, um an die Brandstelle zu gelangen. Mit einer Wärmebildkamera wurde alles kontrolliert.
65 Einsatzkräfte aus Wardenburg und Sandkrug waren im Einsatz, dazu die Drehleiter aus Elmendorf (Kreis Ammerland) und der Gerätewagen Atemschutz (Kreis Oldenburg).
