Brettorf - Scharfe Kritik zur angekündigten Demonstration gegen die geplante Delegiertenversammlung der AfD, die in Brettorf ausgerichtet werden soll, hat jetzt Harm Rykena geäußert. Die Demo zeige, „dass die lokale SPD und CDU dem inhaltlichen Diskurs nicht gewachsen sind und keine Argumente vorzuweisen haben“, so der Vorsitzende des AfD-Kreisverbands Oldenburg-Land.
„Bündnis Buntes Brettorf“ ruft am Samstag, 2. Juli, 12 Uhr ab Bahnhof Brettorf, zur Demo auf. Initiator des Bündnisses ist Jens Heinefeld (Vorstand CDU Dötlingen), Co-Organisator ist Thore Güldner (Vorsitzender SPD Dötlingen). „Verantwortliche beider Parteien wollen nicht die niedersächsischen Bürgerinnen und Bürger im Oktober entscheiden lassen, welche Abgeordneten die besseren Vertreter im niedersächsischen Landtag sind, sondern vielmehr zusammen mit der Antifa demokratische Prozesse verhindern“, so Rykena weiter.
Der CDU-Kreisverband Oldenburg-Land ruft hingegen zur Teilnahme an dem Protest auf: Zwar sei es richtig, dass die AfD die Möglichkeit erhalte, ihre Listenaufstellung durchzuführen, da die Partei nicht verboten ist und entsprechend eine faire Chance zur Teilnahme an den Wahlen erhalten müsse. Doch gerade deshalb müsse man umso entschiedener deutlich machen, dass die AfD hier nicht willkommen sei, betont die CDU in einer Mitteilung.
Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, Brettorf und die Region seien eine AfD-Hochburg, sagt der CDU-Kreisvorsitzende Philipp Albrecht. Er warnt vor einem Imageschaden und verweist auf die seinerzeit in Delmenhorst geführte Diskussion um den geplanten Verkauf eines Hotels an den NPD-Anwalt Rieger. Albrecht kritisiert an der AfD unter anderem die stillschweigende „Billigung von Gewalt als politisches Mittel und der offenen Anbiederung an Verschwörungstheoretiker, Neonazis und Reichsbürger“.
