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Diakonie Himmelsthür in Wildeshausen Bewohnervertretung für mehr Barrierefreiheit

Fünf Mitglieder der Bewohnervertretung der Diakonie Himmelsthür prüfen die Wildeshauser Innenstadt auf Barrierefreiheit. Von links: Verena Schröder, Teo Robbe, Peter Melcher, Marion Ellerbrock, Klaus Steinke.

Fünf Mitglieder der Bewohnervertretung der Diakonie Himmelsthür prüfen die Wildeshauser Innenstadt auf Barrierefreiheit. Von links: Verena Schröder, Teo Robbe, Peter Melcher, Marion Ellerbrock, Klaus Steinke.

Florian Fabozzi

Wildeshausen - Wie barrierefrei ist Wildeshausen? Dieser Frage sind am Donnerstagvormittag Bewohnervertreter der Diakonie Himmelsthür Wildeshausen buchstäblich nachgegangen. Sechs Mitglieder der Diakonie trafen sich vor dem Rathaus Wildeshausen für eine Begehung der Westerstraße und nahmen Gebäude und Gehwege genau unter die Lupe. Dabei wurde unter anderem darauf geachtet, ob es Zugangsrampen für Rollstuhlfahrer gibt und ob die Fuß- und Radwege breit genug sind. Angeführt wurde die Gruppe von Verena Schröder, die für die Erwachsenenbildung in der Diakonie zuständig ist. „Wir wollen auf unsere Arbeit und auf die Barrieren in Wildeshausen aufmerksam machen“, sagt sie. Die Aktion fand im Rahmen des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt, der jährlich auf den 5. Mai datiert ist.

Der Ratskeller

Eine der augenfälligsten Barrieren betrifft den Ratskeller. Dieser sei nur per Treppe zu erreichen, einen barrierefreien Zugang gibt es bisher nicht. Bemängelt wurden zudem die Kabel, die am Donnerstag während des Marktes die Verkaufswägen mit Strom versorgen und auf den Gehwegen eine Stolpergefahr darstellen. „Man könnte Rutschmatten drüber legen“, schlug eine der Teilnehmerinnen vor. Eine junge Passantin, die mit einem Kinderwagen unterwegs war, erachtet den Wasserlauf, der durch die Westerstraße fließt, als potenzielle Gefahr. „Die Übergangsrampen sind zu schmal“, erklärt die Tagesmutter. „Zwei Rampen nebeneinander sollten es schon sein, damit man auch mit dem Kinderwagen gut rüberkommt.“ Auch die dichte Bestuhlung vor einigen Cafés sei ein Ärgernis.

Als gut befunden wurde von der Gruppe der barrierefreie Zugang zum Rathaus. Auch die Hinweisschilder für Behindertenparkplätze, wie zum Beispiel vor „Mode Arlinghaus“ und vor „Tredy“ und „Bonita“ wurde von der Gruppe anerkennend zur Kenntnis genommen. Eine der Diakonie-Mitglieder wies zudem auf den ebenerdigen Eingang zur Bäckerei Schnittker hin.

Stadtforum informiert

Bei der Tour hatten die Diakonie-Mitglieder Bewertungskärtchen dabei, die signalisieren sollen, ob ein Ort barrierefrei ist oder nicht: blaue Kärtchen mit einem nach oben gerichteten Daumen und rote Kärtchen mit einem nach unten deutenden Daumen. Die Barrieren wurden per Foto dokumentiert und sollen im Nachgang dem Stadtforum übergeben werden. „Wir wollen aber auch die Betreiber der jeweiligen Geschäfte selbst mit den Mängeln konfrontieren“, sagte Verena Schröder.

Florian Fabozzi
Florian Fabozzi Digitalteam Wesermarsch
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