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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg

Die Krone gegen Ehering getauscht

23.05.2015

Wildeshausen Spannend hatte seine Regentschaft schon beim Königsschießen auf dem Wildeshauser Gildefest im vergangenen Jahr begonnen: Zweimal musste Jan Poppe (29) gegen seinen Konkurrenten ins Stechen, bevor er sich auf den Thron setzen durfte. Damit ist Jan Poppe bereits der Dritte aus seiner Familie, der dieses Amt besetzt. Vor ihm: 1932 Großvater Hans Poppe und 1988 Vater Heino Poppe.

„Ich wollte schon immer König werden“, verrät der 29-Jährige. „Das ist schließlich Familientradition und mir wurde das quasi in die Wiege gelegt.“ Das konnte zwar auch Bruder Timo Poppe von sich behaupten, der ebenfalls am Schießen teilgenommen hatte. Aber dieser schaffte es nicht ins Finale. „Konkurrenz gab es nie zwischen uns. Mein Bruder hat sich für mich gefreut“, stellt Poppe klar.

Dass es schon in so jungen Jahren klappen würde, habe er bis dato selbst nicht gedacht. Umso dankbarer war der junge Regent, als er von seinem Vater und den Offizieren viele wertvolle Tipps bekam. „Der beste Rat war wohl, nicht jeden Schnaps mitzutrinken“, sagt Jan Poppe mit einem Lachen. Darauf hätten allerdings auch seine Fähnriche Arne Tschöpe und Björn Ahlers immer geachtet. „Die wissen, wann und mit wem man einen trinken sollte“, so der gebürtige Wildeshauser, der in Oldenburg lebt und dort als Assistent der Geschäftsführung bei der EWE arbeitet.

Die Woche nach der Königskrönung sei streng getaktet gewesen und dementsprechend anstrengend: „Wir hatten fast keinen Schlaf, manchmal nur von halb sechs morgens bis halb neun“, erinnert sich der Gildekönig. Nach dem Gildefest hatte das Paar dann erst einmal gut zwei Monate Zeit zur Erholung.

Danach galt es bei Offiziersgeburtstagen und Versammlungen der Schützengilde anwesend zu sein. „Ich habe ganz viele Leute intensiv kennengelernt“, berichtet Poppe. „Man bekommt dabei viel über Geschichte und Tradition mit, was ein normaler Wildeshauser nicht weiß.“

Voller wurde der Terminkalender erst im neuen Jahr wieder: die Jahreshauptversammlung, das Schaffermahl und nicht zuletzt die Vorbereitungen des Gildefestes. Da habe er von seinem Bruder und von seiner Verlobten viel Rückhalt erfahren: „Die Jahreshauptversammlung fiel auf den Geburtstag meiner Verlobten“, erklärt Poppe. Diese habe aber bereitwillig dafür zurückgestanden.

„Die Planungen für das Gildefest beginnen eigentlich schon fünf bis sechs Wochen nach dem letzten Gildefest“, weiß der 29-Jährige jetzt. Es sei interessant gewesen, mal hinter die Kulissen zu schauen. Und so langsam muss sich der amtierende König auch mit dem baldigen Ende seiner Regentschaft auseinandersetzen: „An Himmelfahrt haben wir schon einmal geübt, die Sänfte zu tragen“, verrät er.

Grund zur Traurigkeit hat Poppe aber nicht: „Das Gildefest ist ein schöner Abschluss“, findet er. „Besonders Dienstag wird ein Highlight, weil ich da an meinem Elternhaus abholt werde“ – dort, wo auch sein Vater als Gildekönig abgeholt wurde. Aber auch auf das Ende des Gildefestes kann sich der Oldenburger dieses Jahr freuen, denn da feiert er Hochzeit mit seiner Verlobten Sabine Kaiser.

Désirée Senft
Volontärin
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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